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vergrößerte Ansicht: Florian Neuschwander war bester Deutscher beim Marathon © MM Promotion
Bester Deutscher über die Marathon-Distanz wurde Florian Neuschwander, der seine persönliche Bestzeit auf 2:20:28 steigern konnte und Fünfter wurde.
Den Sieg beim Deutsche-Post-Marathon-Bonn 2013 machten drei Kenianer unter sich aus. Nach 2:14:31h lief Jonathan Cheruiyot-Meli als erster über die Ziellinie. Bester Deutscher wurde der Trierer Florian Neuschwander (Trierer Stadtlauf e.V.), der in Bonn seine persönliche Bestleitung um nahezu zwei Minuten verbessern konnte und als fünfter überglücklich ins Ziel lief. "Ich hatte mir fest vorgenommen, in Bonn meine Bestzeit zu knacken. Auf der Strecke bei Kilometer 35 war ich jedoch noch unsicher, ob es klappt. Daher habe ich mich im Ziel riesig gefreut, dass solch eine tolle Zeit herausgekommen ist", sagt Neuschwander nach seinem Lauf. Die alte Bestzeit stand bei 2:22:23h. Am Sonntag kam er nach 2:20:28h ins Ziel.
Bei den Frauen wurde die Detmolderin Silvia Krull mit einer Zeit von 2:58:16h Zweite hinter der Kenianerin Lilian Koech (2:51:20h).
Großer Beliebtheit erfreute sich wieder der Halbmarathon. Rund 8000 Meldungen lagen vor - neuer Rekord. Als schnellster erwies sich Tim Meyer vom Kölner Triathlon Team. Nach 1:08:29 lief er als erster über die Ziellinie. Bei den Frauen siegte Scola Jepkemoi Kiptoo in 1.21:55h.

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vergrößerte Ansicht: Knapp 10 000 Sportlerinnen und Sportler machten sich beim Deutsche-Post-Marathon-Bonn auf den Weg. © MM Promotion
Knapp 10 000 Sportlerinnen und Sportler machten sich beim Deutsche-Post-Marathon-Bonn auf den Weg.
Doch nicht nur die Erstplatzierten konnten sich als Sieger sehen. Eigentlich siegte die ganze Stadt Bonn an diesem Marathon-Tag. Zufriedene Menschen soweit man blickte. "Wenn man in die Gesichter der Sportler sieht, merkt man, dass es ein ganz besonderer Moment sein muss, hier vor dem Rathaus ins Ziel einzulaufen. Die Freude, die wir ja auch in unserem Stadtlogo tragen, springt einem entgegen und man gönnt es allen Beteiligten, dass sich das harte Training in diesem Moment auszahlt. Der Deutsche-Post-Marathon-Bonn ist ein großartiger Sporttag für die Stadt", sagt Oberbürgermeister Jürgen Nimpsch.
Und nicht nur die rund 12 000 aktiven Sportlerinnen und Sportler zählten zu den Gewinnern. Rund um den Marathon hatte der Titelpartner der Veranstaltung, die Deutsche Post, mit dem Bonner Sportbund und den Veranstaltern des Marathons eine neue Initiative "Der Deutsche-Post-Marathon für den Bonner Sport" ins Leben gerufen. Für jede Staffel, die sich im März angemeldet hat, spendet die Deutsche Post 130 Euro in einen Spendentopf. Damit werden Bonner Sportvereine und Projekte gefördert. "154 Staffeln habe sich im Aktionszeitraum angemeldet, damit ist der Spendentopf bereits mit 20 280 Euro gefüllt, den wir sicherlich noch aufstocken werden", verkündete Ralph Wiegand, CEO E-Postbrief der Deutschen Post, bei der Ergebnis-Pressekonferenz. Zu dieser Summe kommen noch die Gelder, die bei der Spendenmatte erlaufen wurden. Alle Teilnehmer konnten bei Kilometer 17 über eine Spendenmatte laufen und automatisch 2 Euro spenden, so dass voraussichtlich eine Summe von mehr als 30 000 Euro für den Bonner Sport zusammenkommt. "Wir freuen uns, dass der Deutsche-Post-Marathon-Bonn auf diesem Wege etwas an die Bonner Vereine zurückgeben kann, die jedes Jahr mit viel Engagement und Herzblut auch dazu beitragen, dass der Marathon ein Highlight für alle beteiligten wird", so Wiegand.
Auch die Organisatoren ziehen ein positives Fazit. "Bonn lebt den Marathon. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen beteiligten Mitarbeitern der Stadt Bonn, den Verkehrsbetrieben, Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und allen ehrenamtlichen Helfern. Zusammen mit unseren Partner und der großartige Unterstützung aus der Stadt war der Deutsche Post Marathon Bonn auch in diesem Jahr wieder ein Highlight", sagt Michael Mronz von der veranstaltenden Agentur MMP.
Relativ ruhig verlief der 13. Bonn Marathon für die 188 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeiter Samariter Bundes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter Unfallhilfe, die für die rettungs- und sanitätsdienstliche Versorgung der Läufer und Zuschauer verantwortlich waren. Die Sanitäter und Ärzte mussten insgesamt 110 Mal Erste Hilfe leisten. Sieben Läufer und ein gestürzter Fahrradfahrer mussten in Krankenhäuser gebracht werden, darunter ein Verdacht auf Knochenbruch, der sich aber als glücklicherweise als Prellung herausstellte.
Überwiegend behandelten die Helferinnen und Helfer Erschöpfungszustände und kleinere Verletzungen wie Schürfwunden am Knie, umgeknickte Knöchel und Blasen an den Füßen. Obwohl in diesem Jahr 57 Hilfeleistungen mehr als im vergangenen Jahr zu verzeichnen waren, ziehen die Einsatzkräfte eine positive Bilanz. "Die vom Wetterdienst angesagten sommerlichen Temperaturen setzten erst am frühen Nachmittag ein, so dass es nicht zu gravierenden Kreislaufzusammenbrüchen kam, aber die Hilfeleistungen im Zielbereich zugenommen haben", sagt DRK-Kreisbereitschaftsleiter Udo Gerlach.
Entlang der gesamten Laufstrecke waren vier mobilen Sanitätsteams unterwegs und mehrere Unfallhilfestellen eingerichtet, die in wenigen Fällen Erste Hilfe leisten mussten. Viel zu tun gab es für die Helferinnen und Helfer, die erschöpfte Läufer in den Unfallhilfestellen im Zielbereich versorgten.
Der Stadtordnungsdienst musste am Samstag im Vorfeld 21 Fahrzeuge abschleppen, am Bürgertelefon der Stadt Bonn riefen insgesamt 140 Personen an. Darunter eine kuriose Beschwerde: Ein Anwohner des Belderbergs beschwerte sich über die Sperrungen, aber nicht weil er mit seinem Pkw nicht durchkam oder seine Wohnung nicht erreicht hatte. Er konnte allerdings seinen "Kiosk um die Ecke" nicht zu Fuß erreichen, um Zigaretten zu kaufen und musste dafür bis zum Bertha-von-Sutter-Platz laufen.
Letzte Aktualisierung: 15. April 2013