Bonn - Die Stadt

 

Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Sprache und Service | Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Suche | Seite drucken, Seite weiterempfehlen | spezielle Seitenfunktionen

Hilfe


Über folgende Tastenkominationen gelangen Sie zu den Hauptrubriken:

Zusätzlichen Service erhalten Sie über diese Tastenkombinationen:

Aktuelles Datum

22. August 2017



Hauptnavigation



Inhaltsbereich

 

Wesendoncks in Bonn?


 

Die Wesendonckschen Familienporträts im Bestand des Stadtmuseums Bonn Wagners Muse und ihre Familie

2. Oktober 2013 bis 23. Februar 2014
Ernst-Moritz-Arndt-Haus
Adenauerallee 79, 53113 Bonn

An Mathilde Wesendonck im Wagner-Jahr zu erinnern, ist natürlich unumgänglich!   
Ihr Nachruhm als Muse Wagners und Idealisierung in "Tristan und Isolde" beschert ihr heute noch eine Aufmerksamkeit, den die reiche Industriellengattin an der Seite des Wagner-Förderers und Kunstsammlers Otto Wesendonck mit ihren eigenen Dichtungen nicht erlangt hätte. Das alles hat aber mit Bonn nichts zu tun. 

Beziehungen zu Bonn ergeben sich aus Studienaufenthalten von Schwager, Söhnen und Enkel von Mathilde Wesendonck an der Universität Bonn, die sich als einzige preußische Universität im Rheinland für Studienanfänger aus rheinischer Familie geradezu anbot. Ihren älteren Sohn Karl hat Mathilde Wesendonck im Frühjahr 1876 zu seiner Immatrikulation nach Bonn begleitet. Ob sie auch im Herbst 1881 zum Studienantritt ihres jüngsten Sohnes Hans nach Bonn gekommen ist und dabei ihre Tochter Myrrha besucht hat, die zur gleichen Zeit als Gattin des hier für ein Jahr als Rittmeister bei den Bonner Königshusaren stationierten Freiherrn Moritz von Bissing in Bonn wohnte, ist unbekannt.  

Der frühe Tod des 19 Jahre alten Hans Wesendonck - offenbar der Sonnenschein der Wesendoncks in ihrem nach ihrer Vertreibung aus Zürich (1871) in Dresden neu erbautem Palais  -, knüpfte ein festes Band zu Bonn. Zum Zeitpunkt seines Todes Ende Februar 1882 waren Eltern und Schwester auf einer mehrmonatigen Reise in Oberägypten. Um das Begräbnis auf dem Alten Friedhof  kümmerte sich sein Schwager Moritz von Bissing. 1883 gab  die Familie nicht nur ein Grabdenkmal beim bekannten Bildhauer Gustav Kietz in Auftrag, sondern bestimmte das Bonner Grab auch zur Familiengruft. Nach Myrrha (gestorben 1888) wurden auch die Eltern Otto und Mathilde Wesendonck hier beerdigt. Keiner von den dreien starb in Bonn, alle wurden überführt: Myrrha aus München, Otto aus Berlin, wo die Wesendoncks ihre letzten Lebensjahre in einem prachtvollen Palais mit eigener Bildergalerie verbrachten, und Mathilde aus Traunstein bei Gmunden, ihrem Sommersitz.  

Als die Erben - Karl Wesendonck und sein Neffe Friedrich Wilhelm von Bissing - mehrere Jahre nach dem Tod von Eltern und Großeltern wegen Vermietung des Wesendonckschen Palais eine neue Heimat für die Gemälde suchten, wandten sie sich schließlich an Bonn als die letzte Ruhestätte ihrer Familie.  

Die Ausstellung präsentiert alle im Besitz des Stadtmuseums Bonn befindlichen Familienbildnisse aus der Sammlung Wesendonck und einige aus Otto von Wesendoncks Gemäldegalerie als freundliche Leihgabe aus dem LVR-Landesmuseum. Über die Lebensstationen des aus dem Rheinland stammenden Ehepaares Otto und Mathilde Wesendonck geb. Agnes Luckemeyer - Düsseldorf, Frankfurt, New York, Zürich, Dresden und Berlin - spürt die Ausstellung natürlich auch der Züricher Musenrolle von Mathilde Wesendonck nach, dem Wesendonckschen Freundeskreis dort sowie in Dresden und Berlin, um danach den Blick auf die Bezüge der Wesendoncks auf Bonn zu lenken. 

(Ingrid Bodsch)


Letzte Aktualisierung: 5. März 2014




 


 

© 2003 - 2017 Stadt Bonn  Impressum

Seite drucken, Seite weiterempfehlen



zurück zur Sprungnavigation