Die Stadt hat eine ergänzende Stellungnahme zum Festspielhaus für den Kulturausschuss am 26. September vorgelegt. Nach Angaben der Verwaltung ist eine private Finanzierung der Baukosten möglich; sie wird aber wohl mehr Zeit benötigen.
Maria Liebig und Andreas Lüderitz, Geschäftsführer von ImmoArts, haben im Beisein von IHK-Präsident Wolfgang Grießl im Alten Rathaus ihr "Botschafterprogramm zum Beethoven-Festspielhaus" und die ersten "Botschafter" vorgestellt.
Hinter der nüchternen Überschrift "Sicherung der Finanzierung für den Baues des Beethoven-Festspielhauses" verbirgt sich eine große Chance für die Stadt: Die Realisierung eines neuen, privat finanzierten Konzerthauses mit dem Namen des größten Sohnes der Stadt. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch informierte am Freitag, 29. Juni, die Mitglieder des Rates, dass durch das Zusammenwirken des Großsponsors Deutsche Post DHL mit den Bürgerinnen und Bürgern der Welt ein Betrag von 80 Millionen Euro für den Bau eines Festspielhauses finanziert werden kann.
"Der Rat hat im November 2011 beschlossen, sich nach Kräften dafür einzusetzen, einen akustisch höchsten Ansprüchen genügenden Konzertsaal rechtzeitig vor dem Jahr 2020 zu errichten, um im Jubiläumsjahr den 250. Geburtstag Beethovens angemessen feiern zu können. Wir haben jetzt die historische Chance, dieses Ziel zu erreichen", so Nimptsch. Nimmt man die rund 47 Millionen Euro Stiftungskapital von Bund (39 Millionen), Sparkasse Köln/Bonn (5 Millionen) und Rhein-Sieg-Kreis (3 Millionen) hinzu, stehen 127 Millionen Euro zur Verfügung. "Wir haben noch manche offene Fragen hinsichtlich der rechtlichen Konstrukte zu klären" sagte Nimptsch, "aber jetzt ist klar: Das Festspielhaus ist zu finanzieren."

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vergrößerte Ansicht: Entwurf "Die Welle" von Hermann & Valentiny and Partners © Hermann & Valentiny and Partners, Deutsche Post AG
Entwurf "Die Welle" von Hermann & Valentiny and Partners

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vergrößerte Ansicht: "Diamant" heißt das Konzerthaus, das Zaha Hadid für Bonn plant. © Zaha Hadid Architects, Deutsche Post AG
"Diamant" heißt das Konzerthaus, das Zaha Hadid für Bonn plant.
Grundlage der Finanzierung des eigentlichen Baus ist die Absicht der Deutschen Post DHL, 30 Millionen Euro für das Projekt bereitzustellen, sofern der nachhaltige Betrieb gesichert ist. Weitere 25 Millionen Euro will der Beethoven Festspielhaus Förderverein unter seinem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Grießl gemeinsam mit der Initiative "Grießl & Friends" von den Beethovenfreunden in Bonn und Umgebung als mäzenatisches Engagement einsammeln.

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vergrößerte Ansicht: Beethoventaler © Stadt Bonn
Schließlich sollen auch die Besucherinnen und Besuchen Bonns einen Beitrag leisten. Die Bonner Hoteliers haben sich unter Federführung des DEHOGA grundsätzlich bereit erklärt, von ihren Gästen einen "Beethoventaler" zu erheben, der - bei derzeit 1,2 Millionen Übernachtungen jährlich in Bonn - pro Jahr 1,2 Millionen Euro erbringen würde. Damit wiederum ist ein Kredit von mindestens 25 Millionen Euro zu finanzieren. "Auf diese Weise werden auch die Bürgerinnen und Bürger der Welt in die Ehrung Ludwig van Beethovens einbezogen, dessen Musik Freunde rund um den Globus hat", so Nimptsch. "Damit handelt es sich um ein besonderes Bürgerprojekt." Wolfgang Grießl ergänzte: "Ich bin sehr froh, dass mit dem DEHOGA eine ganze Branche das Projekt unterstützt und das wirtschaftliche Potenzial des Festspielhauses erkannt hat." Auch Beethoven-Orchester, Beethoven-Haus und Beethovenfest GmbH überlegen nach Angaben von OB Nimptsch, ob sie sich der Initiative "Beethoventaler" anschließen können. Im Übrigen liefen Gespräche mit weiteren Unternehmen, die ein Sponsoring für das Festspielhaus zurzeit prüfen.

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vergrößerte Ansicht: In unmittelbarer Nähe des Post Towers könnte das Festspielhaus errichtet werden. © Stadt Bonn
In unmittelbarer Nähe des Post Towers könnte das Festspielhaus errichtet werden.
Das Beethoven-Festspielhaus soll in der Rheinaue in unmittelbarer Nähe des Post Towers errichtet werden. Die Deutsche Post DHL hat diesem Standort grundsätzlich zugestimmt unter der Annahme, dass dadurch weder die geplanten Baukosten noch der Anspruch zur Errichtung eines Festspielhauses im Weltklasse-Format negativ beeinflusst werden. Mit Gottfried Hansjakob, dem Landschaftsarchitekten der Rheinaue, konnte eine Verständigung über den Standort hergestellt werden. Nimptsch stellte dazu eine gesonderte Information der Ratsgremien in Aussicht.
Wie vom Rat gewünscht, lässt sich der finanzielle Beitrag der Stadt für den Betrieb nach den Ergebnissen des von der IHK Bonn-Rhein-Sieg vergebenen Gutachtens auf ein verantwortbares Maß begrenzen, das sich am durch die mittelfristige Finanzplanung vorgegebenen Handlungsrahmen orientiert und damit zu keiner zusätzlichen Belastung des Haushaltes führt. In diesem Zusammenhang ist auch die Zusage der Deutschen Telekom von Bedeutung, sich an der Förderung des Festspielhaus-Programms zu beteiligen, statt in den Bau der neuen Konzerthalle zu investieren.
Die Verwaltung wird das jetzt vorliegende Konzept weiterverfolgen und mit den Partnern rechtssichere Konstrukte vorbereiten. Sie wird außerdem den Projektbeirat Festspielhaus laufend über die weiteren Schritte informieren und die notwendigen Beschlüsse für den Rat vorbereiten.
Einzelheiten zum Standort finden Sie hier:
Standortbetrachtung Beethoven-Festspielhaus [PDF, 1083 KB]
Rheinaue/Bereich Rheingarten
Datei: http://www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/bonn_ist_
kultur/festspielhaus/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm
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"Ich möchte mich mit Ihnen auf eine erste wunderbare Spielzeit im neuen Festspielhaus freuen", blickte Nimptsch in die Zukunft, "mit einem Eröffnungskonzert unseres Beethovenorchesters und vielen anderen Aufführungen, zu denen ein Top-Jazzkonzert unseres Jazz-Festivals, Aufführungen internationaler Jugendorchester und ein Hip-Hop-Konzert im Rahmen der Beethoven-Festspiele, ein Konzert der Bläck Fööss, ein Konzert der Preisträger unserer Musikschule, ein Karnevalskonzert, eine 'Italienischen Nacht', eine ,Tango-Gala', Big-Band-Konzerte und vieles andere mehr gehören könnten."
In drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Chinesisch) ist eine Broschüre über die Beethovenstadt Bonn aufgelegt worden, die über das Projekt Festspielhaus informiert und um Unterstützung wirbt. Die chinesischen Exemplare entstanden übrigens anlässlich der ersten Tournee des Beethoven-Orchesters Bonn ins Reich der Mitte zum Jahreswechsel 2011/2012.
Von Bonn in die Welt: Ludwig van Beethoven (Deutsch) [PDF, 537 KB]
Datei: http://www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/bonn_ist_
kultur/festspielhaus/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm
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Von Bonn in die Welt: Ludwig van Beethoven (Englisch) [PDF, 537 KB]
Datei: http://www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/bonn_ist_
kultur/festspielhaus/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm
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Von Bonn in die Welt: Ludwig van Beethoven (Chinesisch) [PDF, 787 KB]
Datei: http://www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/bonn_ist_
kultur/festspielhaus/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm
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Letzte Aktualisierung: 9. Januar 2013