Im Oktober 2008 hat die Deutsche Post AG, die für die drei Konzerne Post AG, Postbank und Deutsche Telekom AG die Federführung im Bereich Architektenauswahlverfahren übernommen hat, ein solches Auswahlverfahren ausgelobt, um von einem ausgewählten Kreis weltweit renommierter Architekturbüros die bestmöglichen Entwürfe für ein neues Festspielhaus Beethoven zu erhalten. Zehn Architekturbüros präsentierten dann Ende Januar 2009 ihre Entwürfe. In der Präsentation wurde deutlich, dass sich alle mit der Integration der bestehenden Beethovenhalle auseinandergesetzt hatten. Einige unternahmen den Versuch eine Integration in ihrem Entwurf umzusetzen, andere nahmen nach eingehender Analyse wieder Abstand und legten Entwürfe vor, die einen Neubau am Ort der bestehenden Halle vorsehen.
Um einen bestmöglich durchgeplanten und in seiner Kostentransparenz einwandfreien Entwurf zu erhalten, schloss die Post AG zwei weitere Verfahrensschritte an. Vier Büros erhielten nach Abschluss der ersten Wettbewerbsphase im Januar 2009 den Auftrag, ihre Planungen weiter zu überarbeiten, um sie im Juni 2009 ein zweites Mal einer Jury aus international renommierten Gutachtern und einer Jury aus Architekten, Fachgutachtern und Vertretern der drei Konzerne sowie Vertretern von Bund, Land und Stadt vorzulegen.
In einer zweiten Juryentscheidung am 9. Juni 2009 erhielten dann die beiden Büros Zaha Hadid (London) und Hermann&Valentiny (Luxemburg) die Möglichkeit, ihre als die beiden besten Entwürfe gekürten Planungen weiter zu präzisieren.
In der noch bis Januar laufenden dritten Wettbewerbsphase geht es nicht mehr nur um die Entwurfskonsolidierung bis in alle Details, sondern beide Planungen werden durch vier unabhängige Gutachter auch einer marktbasierten Kostenkalkulation unterworfen.
Mit dem Beethoven-Festspielhaus knüpft Bonn an die musikalische Tradition rund um ihren berühmten Bürger Ludwig van Beeethoven an, der hier 1770 geboren wurde und ein prägender Teil des kulturellen Lebens und der Identität Bonns ist.
Die drei DAX-Unternehmen, die alle in Bonn ihren Hauptsitz haben, gehören seit Jahren zu den Kultursponsoren Bonns und unterstreichen mit dem hohen Engagement ihre Verbundenheit mit der Stadt. Sie finanzieren den Neubau, für die laufenden künstlerischen und technischen Betrieb wird eine Stiftung gegründet.
An der Stiftung wird sich auch der Bund mit 39 Mio Euro beteiligen, wie Bundesregierung und Bundestag beschlossen haben. "Beethoven ist ein Sohn Bonns, die Pflege seines Erbes ist nationale Aufgabe", sagte die ehemalige Oberbürgermeisterin Frau Dieckmann, die ausdrücklich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, den Bonner Bundestagsabgeordneten und dem Bonner Kulturrat für ihr Engagement dankte. Auch das Land Nordrhein-Westfalen, der Rhein-Sieg-Kreis und die Sparkasse Köln/Bonn werden Beiträge zur Stiftung leisten.
Bei der Stadt wird zurzeit die Übertragung des Grundstücks der Beethovenhalle auf die Stiftung vorbereitet, parallel dazu wird der Entwurf der Stiftungssatzung weiterentwickelt.