
Die Stadt Bonn ist derzeit führend im Einsatz von Web 2.0 Anwendungen

Direktzu Jürgen Nimptsch: Sie fragen - der OB antwortet
"Die Stadt Bonn ist derzeit führend im Einsatz von Web-2.0-Anwendungen auf der kommunalen Ebene." Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Government 2.0 in der Betaphase" des IT-Dienstleisters CSC.
Bonn unter 50 Städten auf Platz 1
Untersucht wurden der Stand der elektronischen Bürgerbeteiligung sowie das Web-2.0-Angebot der 50 größten Städte Deutschlands. Dabei wurden die Bereiche Stadtplanung, Finanzplanung, Beschwerden/Vorschläge und Bürgerdienste näher betrachtet.
Als Web-2.0-Anwendungen wurden solche kommunalen Internetangebote berücksichtigt, die eine neue Form der Interaktion zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft ermöglichen. Hierzu zählen zum Beispiel Podcasts, RSS-Feeds, Foren und Microblogging-Dienste wie Twitter.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt das mit Amtsantritt von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch auf www.bonn.de eingerichtete Portal "direktzu Nimptsch". Bonns Bürgerinnen und Bürger können hier unmittelbar Fragen an OB Nimptsch richten und die Beiträge anderer Nutzer bewerten. Die drei am besten bewerteten Beiträge werden alle zwei Wochen von OB Nimptsch auf "direktzu" beantwortet.
Mit diesem Angebot sei, so die Autoren der Studie, eine transparente Auseinandersetzung mit Beschwerden und Vorschlägen der Bürgerschaft möglich, die zudem das Vertrauen der Bürger in die öffentlichen Institutionen stärken könne. Mit diesem und weiteren Vorhaben des städtischen Gesamtkonzepts für die Bürgerbeteiligung bestätige die Stadt ihre Spitzenposition im Web 2.0.
Lobend erwähnt wurde zudem das Angebot der zur Nutzung der einheitlichen Behördenrufnummer 115 und deren prominente Platzierung auf der Startseite von www.bonn.de.
Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die öffentliche Verwaltung bei der elektronischen Bürgerbeteiligung vorrangig auf Informationsübermittlung setze. Etwa 80 Prozent der untersuchten Städte nutzen kaum Web-2.0-Anwendungen. Der elektronische Rückkanal werde nur in Einzelfällen genutzt.
Mit dem Projekt "Bürgerbeteiligung am Haushalt 2011/2012" wird die Stadt Bonn einen weiteren Schritt gehen, um ihre Spitzenposition auszubauen. Im Zuge der kommenden Haushaltsberatungen sollen Bürgerinnen und Bürger über ein eigenes Internetportal Sparvorschläge bewerten, aber auch eigene Vorschläge einbringen können.
Hier geht es zur CSC-StudieLetzte Aktualisierung: 19. Juli 2010