Bonn - Die Stadt

 

Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Sprache und Service | Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Suche | Seite drucken, Seite weiterempfehlen | spezielle Seitenfunktionen

Hilfe


Über folgende Tastenkominationen gelangen Sie zu den Hauptrubriken:

Zusätzlichen Service erhalten Sie über diese Tastenkombinationen:

Aktuelles Datum

24. Mai 2017



Hauptnavigation



Inhaltsbereich

 

Geschichte der Standesämter


 

Entstehung
Standesamtsbezirke
Standesbeamte
Personenstandsbücher

Entstehung:

Die Kirchenbücher waren die Vorläufer der behördlichen Personenstandsbuchführung.
Vereinzelt gab es schon im dritten Jahrhundert Notizen über Personen, die getauft waren. Hieraus entwickelten sich im Laufe der Zeit Taufbücher, deren Führung durch das Konzil von Trient (1545 - 1563) allgemein angeordnet wurde. Im Jahre 1614 kam eine Anordnung über die Anlegung von Totenlisten hinzu.
Auch die protestantische Kirche führte im 16. Jahrhundert, fast in allen Gemeinden, Tauf-, Trau- und Sterberegister ein.
Bald merkte der Staat, dass sich die Kirchenbücher u. a. auch für eine Zählung der Bevölkerung eigneten und deshalb für ihn nützlich sein könnten. So hat dann Preußen im "Allgemeinen Landrecht" von 1794 den Kirchen vorgeschrieben, dass und wie sie Kirchenbücher über Aufgebote, Trauungen, Geburten, Taufen und Beerdigungen zu führen haben.
Aber die Ideen der Französischen Revolution führten bald im Personenstandswesen zur Trennung von Kirche und Staat. Im linksrheinischen Rheinland war durch ein Gesetz vom 20. September 1792 auf dem Gebiet der Personenstandsregisterführung die Trennung bereits vollzogen.
Am 11. März 1803 wurde dies im französischen Code civil bekräftigt und eingehend reglementiert. Die Gemeindevorsteher hatten als Zivilstandsbeamte die staatlichen Register über Geburten, Heiraten und Sterbefälle zu führen.
Dabei blieb es auch, als das Rheinland nach den Befreiungskriegen und dem Wiener Kongreß preußisch wurde.
Eine Änderung trat erst ein, als zum 1. Oktober 1874 in Preußen das Gesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung in Kraft gesetzt wurde.
Die älteste standesamtliche Beurkundung in Bonn datiert vom 23.09.1798.

Standesamtsbezirke:

Seit Beginn der staatlichen Personenstandsregisterführung bilden die Gemeinden zugleich auch den Standesamtsbezirk. Mehrere Gemeinden konnten später zu einem Bezirk vereinigt oder große Gemeinden in mehrere Standesamtsbezirke aufgeteilt werden.

Im Jahre 1798 gab es auf dem linksrheinischen Gebiet der heutigen Stadt Bonn folgende Gemeinden
Bonn, Buschdorf, Dottendorf, Duisdorf, Endenich, Friesdorf, Godesberg, Ippendorf, Kessenich, Lannesdorf, Lengsdorf, Lessenich, Mehlem, Muffendorf, Plittersdorf, Poppelsdorf, Röttgen und Rüngsdorf.
In den rechtsrheinischen Gemeinden Oberkassel mit Römlinghoven und Vilich mit den Ortschaften Bechlinghoven, Beuel, Combahn, Geislar, Küdinghoven, Limperich, Niederholtorf, Oberholtorf, Pützchen, Ramersdorf, Schwarz-Rheindorf, Vilich-Müldorf und Vilich-Rheindorf wurden die standesamtlichen Tätigkeiten nicht 1798, sondern einige Jahre später, am 1. Januar 1810, aufgenommen.
Im Mai 1800 war die französische Präfekturverwaltung übernommen worden, nach der an der Spitze der Gemeindeverwaltung der 'Maire' stand, der zugleich 'Officier de l'état civil' = Zivilstandsbeamter war.
Im gleichen Jahr wurde Bonn Sitz eines Unterpräfekten. Das Arrondissement Bonn gehörte zum Rhein-Mosel-Departement.
Aus der Stadt Bonn und den Ortschaften Graurheindorf und Dransdorf wurde die Mairie Bonn.
Poppelsdorf, Endenich, Kessenich, Dottendorf, Duisdorf, Lengsdorf, Ippendorf, Röttgen und die Ortschaft Ückesdorf bildeten die Mairie Poppelsdorf.
Aus Godesberg mit der Ortschaft Schweinheim, Friesdorf, Lannesdorf, Mehlem, Muffendorf, Plittersdorf und Rüngsdorf entstand die Mairie Godesberg.
Am 1. Januar 1810 wird aus Vilich und den Ortschaften Bechlinghoven, Beuel, Combahn, Geislar, Küdinghoven, Limperich, Niederholtorf, Oberholtorf, Pützchen, Ramersdorf, Schwarz-Rheindorf, Vilich-Müldorf und Vilich-Rheindorf die Mairie Vilich.
Diese Mairien bestanden in der preußischen Rheinprovinz als Bürgermeistereien fort.
In den folgenden Jahrzehnten gab es zahlreiche weitere Veränderungen und Eingemeindungen, die schließlich zu dem heutigen Erscheinungsbild Bonns führten.

Übersicht über die Entwicklung der Standesämter [PDF, 29 KB]
Datei: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/standesamt/ 00686/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm c7Zi6rZnqCkkIN1g3d9bKbXrZ2lhtTN34al3p6YrY7P1oah162apo3X1cjYh 2%2BhoJRn6w%3D%3D

Dokument vorlesen

Standesbeamte:

Seit Beginn der staatlichen Registerführung im linksrheinischen Gebiet waren, nach dem hier geltenden Code civil, die Gemeindevorsteher als Zivilstandsbeamte tätig. Die Bezeichnung "Der Standesbeamte" gab es noch nicht. Sie erscheint in den Bonner Personenstandsregistern erstmalig am 2. Januar 1876.
Das "Reichsgesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung vom 6. Februar 1875" übertrug die Beurkundung der Geburten, Heiraten und Sterbefälle von 1876 an ausschließlich den vom Staat bestellten Standesbeamten. Die Personenstandsbuchführung war damit im ganzen Reich einheitlich eine staatliche Angelegenheit geworden.

Personenstandsbücher:

Von 1798 bis zum 30. Juni 1938 wurden bei den Standesämtern Geburtsregister, Heiratsregister und Sterberegister geführt. Diese drei Register waren die sog. 'klassischen Personenstandsbücher'.
Vom 1. Juli 1938 bis 31. Dezember 1957 war, an Stelle des Heiratsregisters, ein aus zwei Teilen bestehendes Familienbuch getreten. Das Geburtsregister und das Sterberegister wurden ab 1. Januar 1958 in die Bezeichnungen Geburtenbuch und Sterbebuch umbenannt. Hinzu kam, vom gleichen Zeitpunkt an, das Heiratsbuch zur Beurkundung der Eheschließungen und das im Anschluss an die Eheschließung anzulegende Familienbuch.

Am 1. August 2001 wurde das Lebenspartnerschaftsbuch für die Beurkundung der eingetragenen Lebenspartnerschaften eingeführt. Anlässlich der großen Personenstandsrechtsreform am 1. Januar 2009 wurde das Familienbuch nach 51 Jahren wieder abgeschafft. Bestehende Familienbücher werden nach den jetzt geltenden Vorschriften für Eheschließungen weitergeführt. Die vier verbleibenden Personenstandsbücher wurden wieder in Register umbenannt. Sie lauten seitdem Geburtenregister, Eheregister, Lebenspartnerschaftsregister und Sterberegister. Seit 2009 besteht auch die Möglichkeit die neu angelegten Personenstandsregister in elektronischer Form zu führen. Spätestens ab dem 1. Januar 2014 müssen alle neu zu beurkundeten Personenstandsfälle im Bundsgebiet elektronisch geführt werden.

Nach oben

Letzte Aktualisierung: 29. Februar 2012




 


 

© 2003 - 2017 Stadt Bonn  Impressum

Seite drucken, Seite weiterempfehlen



zurück zur Sprungnavigation