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Kurfürstenquelle


 

Das Brunnenhaus, heute bekannt als "Kurfürstenbrunnen", liegt in einer Wiesenmulde An der Kurfürstenquelle im Duisdorfer Oberdorf. Es ist ein niedriges, langgestrecktes Gebäude, das mit schwarzen glasierten Dachziegeln gedeckt ist. Im vorderen Giebel an der Straße sind zwei Eisentürchen. Über dem linken größeren ist das kurfürstliche Wappen in Stein gemeißelt. Man sieht darauf im Mittelschild zwei quer gegenüberliegende Rautenfelder und zwei ebenso diagonal nach links springende Löwen. Umrahmt ist der Wappenschild von Krone, Schwert und Bischofsstab, was auf die weltliche und geistliche Macht der Kölner Kurfürsten hinweist.

Wenn man das linke Türchen öffnet, erblickt man im Innern zwei langgestreckte Kammern, die alle Quellen der ganzen Mulde erfassen, jede Verunreinigung verhindern und der absetzenden Klärung des Wassers dienen. Die Quelle ist so klar, dass man beim ersten Blick meint, es sei gar kein Wasser darin. In der linken vorderen Ecke sieht man unter dem Wasserspiegel das Abflusssieb für die Leitung nach Bonn. Das oberste Sieb diente dem überfließenden Wasser und endete früher auf der Straße, lief bergabwärts und speiste einen Teich hinter der Brauerei Sticker, die damals neben dem Restaurant "Zum Wilden Schwein" lag.

Auf einem "Situtationsplan der Wasserleitung der Stadt Bonn" von 1825 ist das Duisdorfer Brunnenhaus abgebildet, und eine Karte zeigt den Verlauf der Wasserleitung nach Bonn. Vom Kurfürstenbrunnen führt sie unter dem Schieffelingsweg her nach Endenich. Dort stand an der Euskirchener Straße in alter Zeit eine eiserne Pumpe - "et Stüffje" genannt. Von hier ging es weiter durch die Endenicher Allee, an deren Ende sie früher durch ein Aquädukt über den Festungsgraben in die Stadt hineinfloss. Das war in der Münsterstraße, wie auf einer Lithographie im Bonner Stadtarchiv zu sehen ist. Durch den sogenannten "Butterweck" (an der Poststraße) kam sie ins Stadtgebiet. Eine Abzweigung speiste das Poppelsdorfer Schloss, andere Rohre versorgten das kurfürstliche Schloss sowie die Fontäne auf dem Markt, damit auch die Bürger sich das gute Wasser holen konnten, und alle Häuser, die in kurfürstlichen Diensten standen.

Für dieses Wasser erhielten die Duisdorfer einige Gerechtsame, also einige Vorrechte vom Kurfürsten. Und zwar waren sie unter anderem von Marktstandgeldern befreit, wenn sie ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf dem Bonner Markt zum Verkauf anboten.

Über die Befreiung der Duisdorfer von jeder Akzise (= indirekte Steuer) an den Stadttoren von Bonn berichtet ein Schreiben des Bonner Ratsbuches vom 15. März 1550. Dafür mussten die Duisdorfer sich verpflichten, den Brunnen in Ordnung zu halten.

Quelle: Aufzeichnungen von Matthias Steimel

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Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2014




 


 

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