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Sanierung der Beethovenhalle: Kostenprognose liegt bei 94 Millionen Euro


05.09. 2018

BN - Zur Kosten- und Terminplanung sowie zu weiteren aktuellen Themen hinsichtlich der denkmalgerechten Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle legt die Stadtverwaltung dem Projektbeirat Beethovenhalle zu seiner Sitzung am Mittwoch, 5. September 2018, eine umfangreiche Mitteilungsvorlage vor. Danach beläuft sich die aktuelle Kostenprognose auf 93,93 Millionen Euro netto (94,82 Mio. Euro inkl. anteiliger Umsatzsteuer, aktueller Stand Ende August 2018). Die Fertigstellung wird im April 2020 erwartet.

Gegenüber der letzten Kostenschätzung tragen vor allem Mehrmengen bei den Rohbauarbeiten, Rückbaumaßnahmen, die Ertüchtigung des Dachraums im Großen Saal und die Betonsanierung zur Kostensteigerung bei. So wurde z.B. bei den sog. HDI-Maßnahmen, bei denen mit Hochdruck Beton in den Boden eingebracht wird, um ihn zu stabilisieren, aufgrund unerwarteter Befunde deutlich mehr Material und Arbeitszeit aufgewendet als geplant.

Die mit Asbest verkleideten Lüftungskanäle mussten aufwändig in einem Inliner-Verfahren saniert werden, nachdem das einfachere und günstigere Standardverfahren nicht zur Anwendung kommen konnte. Der Dachraum im Großen Saal wird nach Abschluss der Maßnahmen einen Großteil der auf den modernsten Stand gebrachten Klimatechnik aufnehmen. Um das Gewicht tragen zu können, sind u.a. zusätzliche Stahlbauarbeiten erforderlich. Untersuchungen der Betonqualität im Inneren kamen zu dem Ergebnis, dass diese an vielen Stellen nicht ausreichend ist. Darum müssen  zahlreiche Wände und Decken saniert bzw. erneuert werden.

Alle Arbeiten werden in Abstimmung mit den zuständigen Denkmalbehörden und der Urheberrechtsvertretung ausgeführt.

Die unvorhergesehenen und umfangreicheren Arbeiten führen auch auf Seiten der Planer zu Mehrkosten. Die damit einhergehenden neu zu erstellenden und veränderten Planungen sind zusätzlich zu vergüten. Auch sind zeitliche Verzögerungen hierbei unvermeidbar.

Für die Sanierung der Beethovenhalle erhält die Stadt Bonn nach heutigem Stand rund zwölf Millionen Euro an Fördermitteln und Spenden. Das Ende der Baumaßnahmen ist nach heutigem Stand im April 2020 vorgesehen. Die Halle wird dann an den Betreiber übergeben, damit dieser im Anschluss sein Personal einweisen und beispielsweise Bestuhlungsvarianten sowie die Licht- und Tontechnik testen kann. Erste Veranstaltungen können demnach nicht vor Beginn der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Auch der Restaurantpächter erhält Zeit, sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut zu machen.

Die Verwaltung unterbreitet dem Projektbeirat zu seiner Sitzung darüber hinaus einen Beschlussvorschlag, die Ertüchtigung der Orgel in der Beethovenhalle zu beauftragen. Für die notwendige Modernisierung wird ein Betrag von 350.000 Euro netto bzw. 415.000 Euro brutto veranschlagt, der derzeit noch einmal von einem Externen plausibilisiert wird.

Nach intensiven Gesprächen unter anderem mit den Hauptnutzern der Halle (u.a. Beethoven-Orchester Bonn) ist die Stadtverwaltung zu dem Ergebnis gelangt, dass auf eine Orgel in der Beethovenhalle nicht verzichtet werden kann, da diese auch heute noch selbstverständlich zur Ausstattung eines Konzertsaales gehört. Würde man auf die Ertüchtigung der Orgel verzichten, wäre ein Teil des klassischen Konzertrepertoires in der denkmalgerecht sanierten und modernisierten, multifunktionalen Beethovenhalle künftig nicht mehr aufführbar. Eine solche künstlerische Einschränkung ist aus Sicht der Verwaltung nicht vertretbar.

Die Ertüchtigung beinhaltet neben einer umfassenden intensiven Reinigung den Austausch verschlissener Funktionsteile, eine komplette Neu-Intonierung der Orgel aufgrund der veränderten Raumakustik des Großen Saals sowie eine Anpassung der Elektrik an die heutigen technischen Standards und brandschutzrechtlichen Vorgaben.




 


 

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