Bonn - Die Stadt

 

Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Sprache und Service | Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Suche | Seite drucken, Seite weiterempfehlen | spezielle Seitenfunktionen

Hilfe


Über folgende Tastenkominationen gelangen Sie zu den Hauptrubriken:

Zusätzlichen Service erhalten Sie über diese Tastenkombinationen:

Aktuelles Datum

24. März 2019



Hauptnavigation



 

Neue Klima-Analyse zeigt städtische Hotspots


29.06. 2018

BN - Die Firma GEO-NET, Partner der Stadt Bonn in dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt ZURES, hat im Umweltausschuss am Donnerstagabend, 28. Juni 2018, eine neue Klima-Analyse für die Stadt Bonn vorgestellt.

Seit September 2016 beteiligt sich die Bundesstadt Bonn an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt ZURES. Der Fokus des von der Universität Stuttgart (IREUS) geleiteten Projektes liegt auf dem Thema Hitzestress. Die nun fertiggestellte Klima-Analyse ist eines der ersten großen Projektergebnisse.

Die Ergebnisse dieser Klima-Analyse werden für Bonn in zwei Karten dargestellt – einer Klima-Analysekarte für den Tag und einer für die Nacht. Die Auflösung von zehn mal zehn Metern ist für eine gesamtstädtische Analyse außergewöhnlich hoch. Die Klima-Analyse bezieht sich auf eine windstille, sommerliche Hochdruckwetterlage.

Zwei Analysekarten für Tag und Nacht

Die Klima-Analysekarte für den Tag zeigt die bioklimatische Belastung, differenziert nach Siedlungsräumen sowie Grün- und Freiflächen anhand der Größe PET (physiologisch äquivalente Temperatur). Die PET ist eine Kenngröße, welche die gefühlte Temperatur beschreibt und neben den Temperaturwerten auch einflussnehmende Größen wie Feuchte, Wind und Strahlungsintensität berücksichtigt. Anhand dieser Analysekarte lässt sich erkennen, wo sich am Tag in Bonn Bereiche mit schwacher, mäßiger, starker oder sogar extremer Wärmebelastung befinden.

Für die Nacht zeigt die Klima-Analysekarte den städtischen Wärmeinseleffekt (in Grad Kelvin als Abweichung zur Durchschnittstemperatur der Freiflächen). Es wird dargestellt, wo sich Kaltluftströmungsfelder befinden und wo bzw. wie weit durch diese in der Nacht Kaltluft von den Grün- und Freiflächen bis in die Siedlungsbereiche hinein fließt. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass besonders die seitlichen Täler des Kottenforstes wichtige Kaltluftlieferanten für die Stadt sind. In den dicht bebauten und versiegelten Bereichen in der Bonner Innenstadt und den Stadtbezirkszentren von Beuel und Bad Godesberg ist die Wärmebelastung am stärksten. Die Randbezirke mit aufgelockerter Bebauung sind hingegen deutlich kühler.

Die für die Klima-Analyse angenommene windstille Hochdruckwetterlage stellt bezüglich der Thematik Hitzestress die „worst case“-Wetterlage dar. Gesundheitliche Belastungen für den Menschen treten verstärkt in Phasen mit mehreren aufeinander folgenden heißen Tagen (Temperatur >30°C) in Kombination mit Tropennächten (Temperatur >20°C) auf. Dann ist nicht nur die Wärmebelastung am Tag extrem, sondern auch in der in der Nacht, so dass die Erholungswirkung durch mangelnde Schlafqualität eingeschränkt wird.

Klima-Analyse soll künftig als Planungsgrundlage dienen

In einem nächsten Schritt soll auf Basis der Klima-Analyse eine Planungshinweiskarte entwickelt werden, erläutert Bau- und Umweltdezernent Helmut Wiesner: „Mit der aktuellen Klima-Analyse für Bonn und der daraus noch zu entwickelnden Planungshinweiskarte können auch die Belange der Klima-Anpassung qualifiziert in der Siedlungsentwicklung berücksichtigt werden.“ In der Planungshinweiskarte sollen neben Klimaparametern auch weitere Faktoren, welche die Verwundbarkeit von Menschen im Hitzestress beeinflussen (wie z.B. das Alter), Berücksichtigung finden. Spätestens zum Abschluss des ZURES-Projektes im September 2019 soll die Planungshinweiskarte vorliegen.

Weitere Informationen zum ZURES-Projekt und die Präsentation im Umweltausschuss sind verfügbar unter www.bonn.de/zures. Für Rückfragen steht Joachim Helbig von der Leitstelle Klimaschutz der Stadt Bonn zur Verfügung: 0228 – 77 26 93.




 


 

© 2003 - 2019 Stadt Bonn  Impressum

Seite drucken, Seite weiterempfehlen



zurück zur Sprungnavigation