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24. September 2018



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Beethovenhalle: Mitteilungsvorlage informiert Projektbeirat und Rat über die aktuelle Lage


28.02. 2018

BN - Wie die Verwaltung Mitte Februar Politik und Medien mitgeteilt hat, ist die denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle ins Stocken geraten. In einer ausführlichen Mitteilungsvorlage für den Projektbeirat Sanierung Beethovenhalle am 28. Februar 2018 sowie für eine Sondersitzung des Rates der Stadt Bonn am 5. März 2018 hat die Verwaltung nun die aktuelle Bausituation, den aktuellen Stand der Projektzeitplanung sowie die Ursachen für die Bauverzögerungen dargestellt.

Aktuelle Bausituation

Nach bisherigen Erkenntnissen werden der bisherige Zeitplan nicht zu halten und eine Nutzbarkeit der Beethovenhalle voraussichtlich erst im Jahr 2020 gegeben sein. Gründe sind vor allem Probleme mit der Statik des Gebäudekomplexes und gravierende Schwierigkeiten mit dem Baugrund.

Sowohl bei der Kampfmittelsondierung und bei Ausschachtungsarbeiten rund um die bestehende Mauersubstanz als auch bei der Erstellung von Bodenkanälen und Wanddurchbrüchen im Bestand sind die beauftragten Fachfirmen auf fragile Bausubstanz und bisher nicht näher identifizierbare Objekte im tieferen Erdreich gestoßen, die weitere Untersuchungen und zum Teil spezielle Verfahren erforderlich machen. Hierdurch kommt es zu zeitlichen Verzögerungen, die terminkritisch sind, das heißt sie verschieben nahezu alle Folgegewerke zum Teil erheblich nach hinten.

Auftretende Risse in den Bestandswänden während laufender Gründungsarbeiten haben zudem die Sperrung einzelner Baubereiche in verschiedenen Bauteilen erforderlich gemacht. Seitens des beauftragten Statikbüros wurden teilweise erhebliche Mängel an der Bausubstanz festgestellt, wodurch die Standsicherheit einzelner Bereiche nicht mehr gewährleistet war. In den gesperrten Bereichen ruhen die Arbeiten.

Die zuständigen Fachplaner und die beauftragten Baugrundsachverständigen befinden sich in laufenden Abstimmungen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Standsicherheit und Tragfähigkeit wiederherzustellen. Es deutet sich an, dass im gesamten Gebäude nahezu flächendeckende massive Bauwerksschäden existieren und womöglich bereits bei der Erbauung der Halle in den 1950er Jahren in Teilen erhebliche konstruktive, statische Fehler begangen worden sind, die bei der Öffnung und Sanierung des Gebäudes nun zu Tage treten und bei der Planung nicht vorhergesehen werden konnten. Dadurch bestehen erhebliche Unwägbarkeiten, die auch in Zukunft einen zeitlichen Verzug nach sich ziehen können.

Ebenfalls können mögliche archäologische Funde derzeit nicht ausgeschlossen werden.   Sollten diese bedeutend sein, wird es zu weiteren zeitlichen Verzögerungen kommen.

Welche konkreten terminlichen Auswirkungen mit den oben dargestellten Entwicklungen und Erkenntnissen verbunden sind, wird derzeit noch zwischen Objektplaner, Fachplaner und ausführenden Firmen unter Koordination der Projektsteuerung abgestimmt.

Planungsverzögerungen werden reduziert

Zu Fragen rund um den Planungs- und Bauablaufprozess hat die Projektleitung der Stadt kürzlich zusammen mit den Spitzen des Objektplaners Nieto Sobejano Arquitectos (NSA) Lösungswege abgestimmt, mit welchen den derzeitigen Problemstellungen vor Ort, aber auch fortdauernde Planungsverzögerungen konstruktiv begegnet werden kann. NSA betonte dabei, dass das Projekt Beethovenhalle im eigenen Hause oberste Priorität besitzt und insgesamt das größte Projektteam des Büros für die Bearbeitung dieses Projektes eingesetzt ist. Aufgrund der außergewöhnlichen Komplexität dieses Bauprojektes soll das Projektteam personell um erfahrene Kräfte aufgestockt und die Präsenz des Planungsbüros auf der Baustelle deutlich ausgeweitet werden.

In Abstimmung mit Planern, Statikern, Fachbüros sowie den ausführenden Firmen kann davon ausgegangen werden, dass in etwa vier bis sechs Wochen ein umfassender und belastbarer Überblick über die gesamte Baugrundsituation in den entsprechenden Bauteilen vorliegt und auch die Probleme der Standsicherheit in den einzelnen Bereichen weitestgehend erkannt und mit entsprechenden Maßnahmen versehen worden sind. Nur so ist es möglich, mit der konstruktiven Bauausführung gemäß eines dann allseits abgestimmtem Terminplans fortzufahren. Die Zeit dieser Untersuchungen soll seitens des Objektplaners sowie der Fachplaner effektiv dazu genutzt werden, die Planungsverzögerungen Stück für Stück aufzuarbeiten, um in der Folge wieder in einen geregelten Bauablauf hineinzufinden.

Budget- und Kostensituation

Das aktuell vom Rat freigegebene Budget beläuft sich auf 74,3 Millionen Euro netto (75,6 Millionen Euro inklusive anteiliger Umsatzsteuer). Die aktuelle Kostenprognose geht von 77,66 Millionen Euro netto (78.97 Millionen Euro inklusive anteiliger Umsatzsteuer) aus. Dies macht eine Abweichung von 3,3 Millionen gegenüber den Auskünften in der Sitzung des Projektbeirates vom 13. Dezember 2017 aus.




 


 

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