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Verwaltung stellt erste umfassende Befragung Bonner Unternehmen vom Deutschen Institut für Urbanistik vor


19.12. 2017

BN - Die Stadt Bonn hat auf Initiative von Oberbürgermeister Ashok Sridharan im Frühjahr 2017 erstmals eine umfassende Befragung der Bonner Unternehmen zum Standort Bonn, zur Beurteilung der eigenen Unternehmensentwicklung sowie zur Qualität der städtischen Dienstleistungen beim Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung ist es, die Wirtschaftsfreundlichkeit der Stadt und der Verwaltung zu optimieren.

Die Untersuchungsergebnisse stellten die Difu-Gutachterin Sandra Wagner-Endres und Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe in einer gemeinsamen Pressekonferenz vor. Appelbe dankte dem Difu für das Vorlegen der umfangreichen Studie, die nun erstmals Transparenz über die Einschätzung hinsichtlich der Passgenauigkeit des städtischen Leistungsangebotes durch die Unternehmen herstellt. "Die Untersuchung bestätigt, dass viele von Verwaltung und Politik begonnenen Maßnahmen, zum Beispiel zur Gewaltprävention und zur Flächenentwicklung, die Unternehmensbedarfe genau adressieren.“ Gleichzeitig zeige sie auf, „wo Handlungsbedarf besteht und wo wir als Verwaltung besser werden müssen“, so Appelbe.

Eine vom Verwaltungsvorstand eingesetzte Arbeitsgruppe prüft bereits die Handlungsempfehlungen und entwickelt daraus konkrete Maßnahmen. Die Untersuchung habe sehr wichtige Verbesserungshinweise und konkrete Beratungswünsche von 50 Unternehmen erbracht, erläuterte Appelbe: „Wir sind den Unternehmen für ihre sehr wertvollen Hinweise dankbar. Die Untersuchung ist für uns Ansporn, unsere Dienstleistungen bekannter zu machen und unternehmensrelevanter auszurichten. Zudem werden wir in der Arbeit mit unseren externen Kooperationspartnern, wie etwa im Bündnis für Fachkräfte, die Ergebnisse der Untersuchung auswerten und zielgerichtete Maßnahmen umsetzen.“

Zahlen und Ergebnisse der Studie

Insgesamt wurden etwa 2700 Bonner Unternehmen mit einem umfangreichen Fragebogen angeschrieben, die Rücklaufquote lag bei circa 10,4 Prozent. Bei der Auswahlgesamtheit der kontaktierten Unternehmen und Betriebe handelt es sich um eine Vollerhebung aller Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten sowie um eine Stichprobe von etwa 10 Prozent aller Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitenden. Die Auswahlgesamtheit bildet somit ein zuverlässiges Gesamtbild der Unternehmensstruktur in Bonn ab.

Die teilnehmenden Unternehmen schätzen die aktuelle Situation und die Perspektiven des Wirtschafts-, Wohn- und Lebensstandorts Bonn als positiv und stabil ein. Die besten Bewertungen beim Standort erhalten die Erholungsangebote, die Gesundheitsversorgung, der nationale sowie der internationale Luftverkehr und die Hochschulnähe. Die schlechtesten Bewertungen haben das (Nicht-)Vorhandensein von Expansionsflächen, Steuern/Abgaben, Parken/Stellplätze sowie Immobilienkosten ergeben.

Hinsichtlich der Qualität der städtischen Dienstleistungen zeigt sich ein gemischtes Bild. Das Potenzial der Wirtschaftsförderung scheint anhand der Befragung noch nicht ausgeschöpft: Weniger als die Hälfte der Teilnehmenden hat Kenntnisse über die Arbeit der Wirtschaftsförderung. Auch wenn davon der überwiegende Teil (61 Prozent) zufrieden ist, sehen knapp 40 Prozent Verbesserungsbedarf. Die Durchführung von Messen und Veranstaltungen wurde am besten bewertet. Die geringste Zufriedenheit lag bei der Vermittlung von Fach- und Führungskräften sowie beim Ansiedlungsservice. Mit den übrigen unternehmensrelevanten Leistungen der Stadtverwaltung sind die teilnehmenden Unternehmen mäßig zufrieden. Hier liegt die höchste Zufriedenheit bei der Gewerbeanmeldung und die geringste Zufriedenheit bei Planungsverfahren, gefolgt von Baugenehmigungen.

Handlungsempfehlungen und Vorstellung der Studie

Die Gutachterin unterbreitet Verwaltung und Politik konkrete Handlungsempfehlungen. Hinsichtlich des Standorts gelte es aus Sicht der Unternehmen, die urbane Sicherheit zu stärken, ausreichende und bezahlbare Flächen für Wohnen und Wirtschaft vorzuhalten sowie die Anbindung und die Infrastruktur zu entwickeln. Zur Steigerung der Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung empfiehlt das Difu, das Marketing und die Beratungsangebote der Wirtschaftsförderung gezielt zu verbessern und Genehmigungsprozesse von Unternehmensvorhaben zu beschleunigen.

Die Studie ist auf www.bonn.de abrufbar. Die Gutachterin hat die Untersuchung am 19. Dezember 2017 im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeitsförderung vorgestellt. Die Wirtschaftsförderung lädt zudem in Kürze zu einer öffentlichen Veranstaltung ein, auf der gemeinsam mit den Unternehmen und weiteren Akteuren die Ergebnisse der Studie diskutiert werden.

Initiative des Deutschen Städtetags und des Deutschen Instituts für Urbanistik

Die „Koordinierte Unternehmensbefragung“ ist Teil einer gemeinschaftlichen Initiative vom Deutschen Städtetag (DST), dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Es kommt ein nach wissenschaftlichen und praxisorientierten Kriterien erstellter Fragebogen zum Einsatz. In der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung des Fragebogens waren Wirtschaftsförderungen aus ganz Deutschland vertreten, darunter auch Bonn. Im weiteren Verlauf des Projektes besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Städten zu vergleichen und auszutauschen. Es ist geplant, die Umfrage alle zwei bis drei Jahre zu wiederholen. So kann die Stadt Bonn ihre Dienstleistungen und die Leistungen der städtischen Dienststellen insgesamt passgenauer auf die Bedarfe der Unternehmen ausrichten.




 


 

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