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Neues Modell zur Vertretung in der Kindertagespflege startet im August


12.05. 2017

BN - Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie hat in seiner Sitzung Anfang April die Erprobung eines neuen Vertretungsmodells in der Kindertagespflege für zwei Jahre ab August 2017 beschlossen. Rund 47 500 Euro werden jährlich bereitgestellt, um das neue Konzept mit bis zu zehn Tagesmüttern und -vätern umzusetzen.

Aus den Reihen der Tagespflegepersonen kam der Wunsch, ein neues Modell zu erproben. Es meldeten sich Tagesmütter, die bereit sind, gegenseitige Vertretungspools mit insgesamt drei oder vier Tagespflegepersonen zu gründen, um Betreuungsausfälle zu kompen­sieren. Grundlage ist, dass jeder einen Platz für anfallende Vertretungen der jeweils anderen frei hält und Vertretungen durch­führt.

Den Tagespflegepersonen wird für die Bereitstellung des „Frei­halteplatzes“ eine monatliche Pauschale ge­zahlt. Sie entspricht der Höhe der Förderleistung für einen Platz mit zehn bis 15 Wochenstunden: Das sind 292 Euro monatlich bei der Betreuung im eigenen Haushalt und 392 Euro bei der Betreuung in anderen Räumen. Zusätzlich zum Sockelbetrag wird die tat­sächlich geleistete Vertretungszeit pro Kind erstattet.

Voraussetzung ist, dass die Tagesmütter und -väter eine gegenseitig unterschriebene Kooperationsvereinbarung vorlegen, die sicherstellt, dass sie sich untereinander mit ihren Kindertagespflegekindern mindes­tens alle zwei Wochen treffen. So soll ein Vertrauensverhält­nis zu den Kindern der weiteren Tagespflegepersonen aufgebaut werden und die Kinder können die anderen Räumlichkeiten kennenlernen. Auch die Eltern sollen die Möglichkeit haben, die möglichen Vertretungen bei der Tagespflege kennen zu ler­nen.

Die bisherigen Vertretungsmodelle haben sich als wenig praktikabel erwiesen. Die geschätzten Kosten von 47 517 Euro pro Jahr werden aus den Mitteln für die Förderung von Kindern in Tagespflege gezahlt und sind in den Haushaltsansätzen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie enthalten.




 


 

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