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Beethovenhalle: Nach dem großen Ausräumen beginnt die knapp zweijährige Sanierung


21.10. 2016

BN - Die Sanierung beginnt: In den nächsten zwei Jahren will die Bundesstadt Bonn die Beethovenhalle instand setzen und modernisieren. Seit dem Ende des Beethovenfestes (9. Oktober) ist die Multifunktionshalle geschlossen; sie wird in Kürze leer geräumt und zunächst für die "Closing-Party" am Samstag, 22. Oktober, vorbereitet. Die ersten Arbeiten für die Sanierung beginnen noch in diesem Jahr. Die Beethovenhalle wird die zentrale Spielstätte für das Beethoven-Jubiläum im Jahr 2020, in dem sich Ludwig van Beethovens Geburtstag zum 250. Mal jährt.

Während rund 5000 Stühle, Regale, Notenständer, Scheinwerfer und Büromöbel in den nächsten Wochen abtransportiert und für die Dauer der Sanierung in einer Halle in Beuel eingelagert werden, müssen zusätzlich verschiedene Einbauten demontiert werden. Die Untere Denkmalschutzbehörde und das Landesamt für Denkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland sind bereits zu diesem frühen Zeitpunkt über Restauratoren mit eingebunden, da auch mobile Kunstwerke abtransportiert und eingelagert werden müssen.

Die ersten Schritte

Voraussichtlich bis zum 18. November wird die Beethovenhalle komplett leer sein. Im Anschluss wird die Baustelle eingerichtet, das heißt: Bauzäune und Baucontainer werden aufgestellt, Bauschilder werden die Modernisierung der Beethovenhalle ankündigen. Für Dezember sind auch die ersten Baugerüste vorgesehen.

Da es in der Beethovenhalle auch denkmalrelevante Einbauten gibt, die nicht entfernt werden können, müssen diese besonders geschützt werden. Auch die Installation von Schutzvorrichtungen erfolgt mit Hilfe von Restauratoren. Zu nennen sind dabei die Orgel im Großen Saal, das Fassbender-Mosaik im Großen Foyer, die Uhlmann-Skulptur aus Stahl auf der Raucherfoyer-Terrasse oder das Wolske-Kunstfenster in der Kassenhalle.

Wenn das alles erledigt ist, werden in der Halle die Schadstoffsanierung und der nicht konstruktive Rückbau inklusive Trassen und Zentralen für die Technische Gebäudeausrüstung beginnen.

Große Herausforderungen

Die Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle stellt unter verschiedenen Aspekten eine große Herausforderung für die Bundesstadt Bonn dar.

So fällt unter anderem die erforderliche Schadstoffsanierung aufwändiger aus, als dies zunächst erwartet worden war. Die Asbestbeschichtung in den Lüftungsrohren muss herausgefräst werden. Das gewählte Verfahren wird für diese Aufgabe maßgeschneidert. Die hierzu erforderlichen Planungen haben bereits den Abschluss der Entwurfsplanung weiter hinausgezögert. Die Entfernung der Asbestbeschichtung wird von Fachleuten mit einem Zeitrahmen von bis zu sechs Monaten eingeschätzt. Dadurch wird es bei der Sanierung des Großen Saals insgesamt zeitlich eng.

Aufwändig sind ebenso die Sanierung der Dachkonstruktion, das Entkernen des Backstage-Bereiches sowie die Spezialtiefbaumaßnahmen. Letztere fallen sowohl für das Erweiterungsbauwerk als auch für den Bereich des Studios und des tieferzulegenden Foyers des Südtraktes an. Auch sind umfangreiche Arbeiten im Bereich der Gebäudehülle mit Naturstein-, Glasmosaik- und Metall-Glas-Fassaden erforderlich.

Entwicklung der Kosten

Seit dem Baubeschluss am 7. April, der auf der Grundlage des damaligen Entwurfes gefasst wurde, ist die Planung fortgeführt und detailliert worden. Dabei wurde deutlich, dass die Kosten höher als zunächst angesetzt werden. So fällt unter anderem die erforderliche Schadstoffsanierung aufwändiger aus, als dies erwartet worden war. Auch für den Brandschutz und die Gebäudetechnik sind umfangreichere Maßnahmen erforderlich.

Im Gegenzug dazu ist die Umsatzsteuerbelastung für das Gesamtprojekt günstiger, als im April eingeplant. Die Stadtverwaltung geht deshalb derzeit von Kosten in Höhe von knapp 60 Mio. Euro für das gesamte Projekt aus und liegt damit wieder bei der ursprünglich geschätzten Summe. Darin enthalten sind auch die Erneuerung der Aluminium-Glas-Fassaden-Elemente sowie eine juristische Baubegleitung durch eine externe Kanzlei, die der Rat im September ebenfalls beschlossen hatte. Die Kostenkalkulation beinhaltet eine normale Schwankungsbreite von +/- 20 Prozent.

Bürgerinformation geplant

Um die Anwohnerinnen und Anwohner über die anstehenden Bauarbeiten und damit einhergehenden Beeinträchtigungen zu informieren, wird die Stadtverwaltung zu einer Bürgerversammlung einladen und das Bauprojekt vorstellen. Ein Termin steht noch nicht fest. Die Veranstaltung soll im Laufe des Novembers stattfinden. Die Stadtverwaltung wird frühzeitig informieren.

Initiative „Unsere Beethovenhalle“ sammelt Spenden

In Kooperation mit der Bundesstadt Bonn sammeln die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Verein ProBeethovenhalle Spenden für einige ergänzende Maßnahmen im Rahmen der Sanierung, die bislang nicht finanziert sind. Bislang sind 155.000 Euro zusammengekommen.

Spenden können auf folgende Konten überwiesen werden:

Pro Beethovenhalle: IBAN: DE44 3806 0186 2003 5410 13; BIC: GENODED1BRS; "Sanierung Beethovenhalle!“

Deutsche Stiftung Denkmalschutz: IBAN: DE71 500 400 500 400 500 400; BIC: COBADEFFXXX; Kennziffer: 1120225X Beethovenhalle

Übrigens: Der Erlös der „Closing Party“ der Wanted GmbH am Samstag, 22. Oktober, wird der Sanierung der Beethovenhalle zur Verfügung gestellt.

Sparkasse Köln-Bonn unterstützt Projekt

Die Sparkasse Köln-Bonn stellt im Zuge der Beethovenhallen-Sanierung fünf Millionen Euro für den Ausbau des Studios der Beethovenhalle zur Verfügung. Nach der Umwandlung des Studios in einen konzerttauglichen Multifunktionsraum soll dieser zugleich als Probestätte des Beethovenorchesters dienen.

Die Beethovenhalle

Der Grundstein für die Bonner Beethovenhalle wurde am 16. März 1956 gelegt. Sie ist die dritte dieses Namens in Bonn. Die heutige Beethovenhalle wurde von dem Architekten Siegfried Wolske erbaut. Die Grundsteinlegung fand am 16. März 1956 durch Bundespräsident Theodor Heuss statt. Am 8. September 1959 wurde die Halle mit einem Festakt eröffnet. Die Kosten betrugen 9,5 Million Mark. 6,5 Millionen Mark zahlte die Stadt, Bund und Land NRW gaben jeweils eine Million Mark und eine weitere Million wurde über Spenden akquiriert.




 


 

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