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Architekturentwürfe zeigen das "Stadthaus 2.0"


18.04. 2012

Ausstellung im Obergeschoss des Stadthausfoyers ist bis 27. April zu sehen.

ib - Der Architekten- und Ingenieur-Verein (AIV) Köln-Bonn lobt alle drei Jahre einen architektonisch-städtebaulichen Wettbewerb für Studierende und junge Absolventen aus. Die diesjährige Aufgabe befasste sich in Bonn mit dem viel diskutierten Thema "Stadthaus Bonn". Die Siegerergebnisse sind nun in einer Ausstellung im Obergeschoss des Stadthausfoyers zu sehen. Bei einer feierlichen Übergabe erhielten heute (Mittwoch, 18. April) die Wettbewerbssieger ihre Urkunden von AIV-Vorsitzendem Helmut Löhr und Stadtbaurat Werner Wingenfeld.

Die Auslobung des Wettbewerbs erfolgte unter Federführung von Professor Hans-Peter Achatzi von der Fachhochschule Köln in Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn und dem AIV KölnBonn.

Wettbewerb forderte, drei Türme zu erhalten

Die Aufgabe war, unter Erhalt der Grundstruktur der drei höchsten Türme für den Berliner Platz/Ecke Maxstraße, eine Neugestaltung zu suchen. Diese sollte folgende Aspekte berücksichtigen:

Die stadträumliche Einbindung des Stadthauses in das städtische Gefüge zu den gründerzeitlichen Stadtquartieren nördlich des Berliner Platzes und zum Berliner Platz selbst. Die Gestaltung von urbanen Straßen- und Platzräumen, die zu den umliegenden Bereichen vermitteln und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Das Stadthaus soll als integrativer Teil der Stadt erlebbar und von der Stadt aus einladend erreichbar werden. Der Zugang zum und die Erschließung des Stadthauses sollte verbessert und die angrenzenden Quartiere vom Erschließungsverkehr entlastet werden. Als Option war der Abriss der heutigen Parkebenen vorgesehen. Darüber hinaus sollte die Fußgängerbrücke über den Berliner Platz beibehalten und eingebunden werden.

Eine weitere Vorgabe war die Entwicklung einer angemessenen Baustruktur für die Kernnutzung des Stadthauses. Der heute verfügbare Büroraum sollte auch in den Entwürfen weiter vorhanden sein. Ladennutzungen im Erdgeschoss sowie weitere Nutzungen wie Wohnen waren denkbar, wenn es das Bebauungskonzept ermöglicht.

Der Wettbewerb war gezielt mit einer sehr offenen Aufgabenstellung formuliert worden, um ein möglichst breites Spektrum an Lösungsvorschlägen zu finden. Fragen einer direkten Realisierbarkeit oder gar der Wirtschaftlichkeit der Entwürfe sollten nur nachrangig Berücksichtigung finden.

An der schwierigen Wettbewerbsaufgabe beteiligten sich 15 Studierende beziehungsweise Absolventen. Diese kamen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen, jedoch auch aus anderen Bundesländern (Sachsen, Bayern) und dem Ausland (TU Delft, Hoogeschool Harlem, TU Wien).

Jury vergibt zwei erste Plätze

Die Jury vergab zwei erste Preise sowie jeweils 1000 Euro an Michael Günther (FH Köln) sowie Anna Pluskota und David Koenigsfeld (RWTH Aachen). Den zweiten Preis sowie  500 Euro erhielt Sarah Grünhag (FH Köln). Jeweils eine Anerkennung und 250 Euro gingen an Meike Menrath (FH Köln) und Andreas Ströhle (Wien, TU Delft).

Aus der Jurybegründung zur Arbeit von Michael Günther:

Mit eindeutigen und wohlüberlegten Maßnahmen gelingt es in diesem Konzept, das Stadthaus als eigenständiges Element erlebbar zu machen und zugleich gut in das städtische Umfeld einzufügen. Die Türme werden mit einem transparent gestalteten und sehr gut erschlossenen Sockelbereich an das Straßenniveau angebunden. Die Fußgängerbrücke wird zugunsten einer ebenerdigen Durchwegung aufgegeben. Ein Block in Form einer geknickten Acht vermittelt vom Stadthaus zur Franzstraße und Weiherstraße. Die Erdgeschossbereiche werden für Handel und Dienstleistungen, die Obergeschosse für Wohnen vorgesehen. Die Kleinteiligkeit in der Großform antwortet sympathisch auf die gegenüberliegenden Straßenseiten.

Hohe stadträumliche Qualitäten und gute Anbindung

Den Entwurf von Anna Pluskota und David Koenigsfeld bewertete die Jury wie folgt:

Mit drei Grundelementen, den zu einem Ensemble aus Zylindern modifizierten drei Türmen des Stadthauses und zwei jeweils dreieckigen Stadtblöcken, wird ein Konzept hoher stadträumlicher Qualitäten und guter Anbindung aller Räume und Nutzungen an die Stadt vorgeschlagen. Der Ansatz, die Fußgängerbrücke abzutragen und den Verkehr am Berliner Platz zu untertunneln, ist überzeugend und könnte einen sehr heilsamen Beitrag zur Verknüpfung der Stadtbereiche der Bonner Innenstadt leisten - Fragen der Finanzierbarkeit werden hier bewusst außen vor gelassen. Die Verwandlung der Türme führt zwar quantitativ zu größeren Flächen, die jedoch aufgrund des Zuschnitts und der großen Belichtungstiefen teilweise Nachteile ausweisen.

2. Platz für freigestellte Türme und differenzierte Wohnblöcke

Den zweiten Preis für Sarah Grünhag begründete die Jury wie folgt:

Die Freistellung der drei Türme des Stadthauses führt die Nutzung auf das Straßenniveau und formt einen klar erkennbaren Baukörper für das Stadthaus. Drei differenzierte Wohnblöcke mit Einzelhandelsnutzungen im Erdgeschoss leiten gelungen zu den angrenzenden Stadtquartieren über. Die Wegeführungen durch den Block sind gut gewählt. Die Aufstockung des höchsten Turms des Stadthauses ist für die Proportion günstig – deren Realisierbarkeit kann nicht eingeschätzt werden. Die Beibehaltung der Haupterschließung auf dem ersten Obergeschoss, die Verbreiterung der Fußgängerbrücke und die Ausbildung der Höhenüberwindung vom Berliner Platz zum Stadthaus sind nicht optimal gelöst.

Die Arbeiten werden im Stadthaus Bonn im Foyer des Obergeschosses noch bis  27. April ausgestellt und können montags bis donnerstags jeweils von 8 bis 18 Uhr, freitags bis 13 Uhr besichtigt werden.




 


 

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