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Fertigstellung des WCC Bonn kostet bis zu 74 Millionen Euro


04.03. 2010

 

ib Bonn - Der Insolvenzverwalter der WCCB Unternehmen, Christopher Seagon, hat am Donnerstag einen Leistungsstandsbericht für das World Conference Center Bonn und das angeschlossene Hotel vorgelegt. Die Kernergebnisse wurden Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, Stadtkämmerer Prof. Ludger Sander, dem Leiter des Städtischen Gebäudemanagements, Friedhelm Naujoks, am Projekt beteiligten Amtsleiterinnen und Amtsleitern sowie den rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Beratern der Stadtverwaltung vorgestellt. Über die Kernergebnisse hat der Oberbürgermeister noch am Donnerstag die Fraktionen des Rates informiert. Vertiefende Informationen gibt es in einer am Freitag geplanten Fraktionsvorsitzendenbesprechung. Am selben Tage informierte der Insolvenzverwalter die Medien über die wichtigsten Ergebnisse des Gutachtens.

Der Sachstandsbericht enthält eine Leistungsstandsfeststellung und die Gesamtfertigstellungsprognose für das Projekt World Conference Center Bonn. Die Gutachter des Berichts kommen dabei zu dem Ergebnis: Gute Bausubstanz, wenig Mängel. Die Kosten für die Fertigstellung des Conference Centers und des Hotels beziffern sie auf bis zu 74 Millionen Euro. Als reine Bauzeit einschließlich Anlaufphase nannten die Experten für die Fertigstellung des Kongresszentrums neun Monate und für das Hotel knapp zwölf Monate.
Die genannten Kosten und die Bauzeit basieren auf der Annahme, dass zunächst ein geeigneter Betreiber für das Hotel und die öffentlichen Bereiche gefunden wird. Der Betreiber müsste sich dann verpflichten, das bisherige Grundkonzept - insbesondere die technische Gebäudeausstattung - zu übernehmen. Zudem müsste er abschließend den Leistungsumfang, wie etwa Ausstattungslinien, definieren.

Die Gutachter halten es außerdem für wirtschaftlich sinnvoll, dass die bisher beauftragten Nachunternehmer ihre Gewerke zu Ende bauen können, Kongresszentrum und Hotel weitestgehend parallel zu Ende gebaut werden und eine klare Organisationsstruktur aufgebaut wird.

Die Verantwortlichen der SMI Hyundai Europe GmbH hatten Ende November 2009 an ihrem Unternehmenssitz in Berlin beim dortigen Amtsgericht Charlottenburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, da nach ihrer Ansicht die Auftraggeber die Finanzierung nicht mehr sichergestellt haben. Das Amtsgericht hat daraufhin Rechtsanwalt Christopher Seagon, Heidelberg, zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der SMI Hyundai Europe GmbH bestellt. Seagon wurde auch bei den zum WCCB-Projekt gehörenden Gesellschaften WCCB Management GmbH und UNCC Bonn GmbH zum Insolvenzverwalter bestellt. Diese beiden Verfahren sind beim Amtsgericht Bonn anhängig.

Die Kosten im Überblick:

  • Stand Bauleistungen: ca. 136 Millionen Euro
  • notwendige Restbauleistung: ca. 74 Millionen Euro netto (abzgl. evtl. Umlagen und Skonto von bis zu 2,5 Millionen Euro)
  • Fertigstellungsgrad: ca. 70 Prozent.

In den Restleistungen sind unter anderem baustoppbedingte Stillstand- und Wiederanlaufkosten mit ca. 7 Millionen Euro und ein Budget für noch nicht vergebene Leistungen von knapp 13 Millionen Euro enthalten. Dem Gutachten liegen der Leistungsstand per 1. Oktober 2009 und die bisherige Planung für ein Vier-Sterne-Hotel zugrunde. Der Anteil von Planungsleistungen am Gesamtbaupreis liegt bei etwa 20 Prozent. Sollten sich die dem Gutachten zugrunde liegenden Annahmen beispielsweise über Ausstattung oder Nachunternehmen ändern, kann dies Auswirkungen auf Kosten und Bauzeit haben.

Die SMI Hyundai Europe GmbH mit Sitz in Berlin ist als Generalübernehmerin die bauausführende Gesellschaft des Bauprojekts World Conference Center Bonn. Über die SMI sind etwa 150 Nachunternehmer mit der Erstellung der einzelnen Gewerke beauftragt worden.

 




 


 

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