01.10. 2009
Die monatliche Regenmenge blieb im September um 61 Prozent hinter dem Soll zurück
ib - Der September 2009 war mit 16,3 Grad Celsius um 1,9 Grad zu warm. Zusammen mit dem September 1987 belegt er in der Bonner Wetterstatistik den 20. Platz, wie die städtische Statistikstelle mitteilt. Den bisher wärmsten September gab es 2006 mit 18,5 Grad Celsius; der kühlste September der letzten 115 Jahren wurde im Jahre 1912 mit durchschnittlich 10,5 Grad gemessen. Der Vorjahresseptember war um 2,4°C kühler.
Am wärmsten war es am 8. September, als das Quecksilber auf 30,0 Grad Celsius kletterte (Vorjahr: 26,5 °C). Insgesamt konnten im abgelaufenen Monat sechs Sommertage registriert werden (2008 waren es drei). Die letzten September-Nächte waren schon frisch: am 27. wurde mit 7,8 Grad Celsius das Monatsminimum gemessen; im Vorjahr war die kälteste Nacht mit 3,0 Grad dagegen deutlich frischer.
Die durchziehenden Hochdrucklagen bescherten Bonn 163 Sonnenstunden; das sind 21 Stunden mehr als im langjährigen Mittel. 2008 schien die Sonne im September 25 Stunden weniger.
Weiterhin Defizite weist der Regen auf: Die Monatssumme blieb mit 29 Litern pro Quadratmeter um 61 Prozent hinter dem Soll von 76 Litern. Es regnete lediglich an zwölf Tagen. Seit Juni 2009 erreichte kein Monat mehr sein „Regen-Soll", was sich deutlich sichtbar an den Pegeln des Rheins und seiner Nebenflüsse zeigt.