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Bonn: Der HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst geht an Patrycja German


04.02. 2009

ib Bonn - Die Jury der in Bonn ansässigen Stiftung Kunstfonds hat den mit 25 000 Euro dotierten "HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst" der in Berlin lebenden Künstlerin Patrycja German für herausragende künstlerische Leistungen zugesprochen.

 

Ausgangspunkt für die Performances der 1979 in Wroclaw (Polen) geborenen Künstlerin ist der eigene Körper in banalen, alltäglichen Situationen. „Wie weit muss ich gehen, um eine Sache von mir selbst zu abstrahieren, um sie auf Allgemeingültigkeit zu überprüfen? Was geschieht, wenn man an der Stelle weitermacht, an der etwas gewöhnlicher Weise beendet wird? Werden wir bedrängt oder überwältigt von den seelischen Zuständen unseres Gegenübers?" Das sind nur einige Fragen, die sich Patrycja German in ihrem künstlerischen Schaffen stellt.

So begrüßt sie beispielsweise eintretende Besucher ihrer Ausstellung mit einer innigen Umarmung, bei der sich wie zufällig ihr lose getragener Mantel öffnet und der überraschte Besucher hat nun die Wahl, den so offenbarten nackten Körper zu umarmen oder zurückzuweichen. Da die Arbeiten der Künstlerin wesentlich von der Interaktion mit den Akteuren und dem Publikum leben, wiederholt sie die gleichen Bewegungsabläufe immer wieder und beobachtet die unterschiedlichen Reaktionen ihrer Gegenüber. Die anfängliche Irritation wird durch die stetige Wiederholung überführt in ein ruhiges fast monotones Sich-Einlassen auf eine an sich alltägliche „Begrüßung".

Patrycja German erzählt keine Geschichten, sondern beschränkt sich auf die Wirkung einfachster Bewegungsabläufe. Sie konzentriert sich auf eine Idee, verzichtet auf illustrierende, unterhaltsame Elemente und missachtet somit die Erwartung des Publikums im Hinblick auf dramaturgische und spektakuläre Momente. Ihr Ziel ist es, Gegensätze zu entschärfen, bis es keinen Unterschied zwischen Figuration und Abstraktion gibt, Posen und Poesie zusammenfallen und schließlich ein Zustand ohne Absicht erreicht ist.

Mit der Vergabe des nach dem Maler und Holzschneider HAP Grieshaber benannten Preises ehrt die VG Bild-Kunst einen Künstler, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr nicht nur zum 100.  Mal jährt, sondern der auch maßgeblich an der Initiative zum Aufbau der VG Bild-Kunst beteiligt war. Grieshaber hatte sich seit den 70er Jahren außerordentlich für die Urheberrechte seiner Künstlerkollegen eingesetzt und ebenso vehement für den Ausbau der sozialen Sicherung von Künstlerinnen und Künstlern ausgesprochen.

Die Fördergelder des „HAP-Grieshaber-Preis der VG Bild-Kunst" stellt das Kulturwerk aus den Mitteln zur Verfügung, die es aus den in den Verteilungsplänen vorgesehenen Einbehalten bei der Auszahlung von Urheberrechtsvergütungen erhält.

 




 


 

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