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Beethoven-Festspielhaus: Vier Entwürfe in der Endrunde


31.01. 2009

Ausstellung mit den Entwürfen bis 15. Februar - Expertengremien für Architektur und Akustik tagten zwölf Stunden

 

ib Bonn - Vier der zehn Entwürfe, die international renommierte Architekten für das Beethoven-Festspielhaus in Bonn geliefert haben, kommen in die Endrunde. "Dies ist ein wichtiger Schritt, der uns der Realisierung einer Vision wieder nähergebracht hat", sagte Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann bei der Präsentation der zehn Modelle im Post Tower. Bis zum 15. Februar hat die Öffentlichkeit jetzt Gelegenheit, sich selbst ein Bild des "Jahrhundertprojekts" (Dieckmann) zu verschaffen. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Zaha Hadid mit ihrem "Diamanten", Hermann & Valentiny mit "Wellen", Arata Isozaki mit dem "Rhein-Kristall" und Richard Meier mit dem "Beethoven-Plateau" werden jetzt gebeten, Details ihrer Pläne zu überarbeiten. Eine Entscheidung, wer das Beethoven-Festspielhaus in Bonn am Ort der bisherigen Beethovenhalle bauen soll, soll im Sommer fallen. Sponsoren des Projekts sind die drei in Bonn ansässigen Unternehmen Deutsche Post AG, Deutsche Telekom AG und Deutsche Postbank AG. Schirmherr des Projekts ist der Dirigent Kurt Masur.

 

Dass in dieser Zeit so großzügig in das Gemeinwohl investiert werde, sei etwas ganz Besonderes, sagte Professor Volkwin Marg, der Vorsitzende des Expertengremiums Architektur, das sich zwölf Stunden lang mit den Entwürfen beschäftigt hatte. Zur Zukunftsfähigkeit des Projekts meinte er, es gehe darum, für den klassischen Festspielbetrieb die optimale Lösung zu finden, die visionär für die nächsten Jahrzehnte sei.:"Beethoven war schließlich auch Visionär in seiner Zeit."

 

Das parallel tagende Expertengremium Akustik habe sich unter anderem damit befasst, ob die geplanten Räume "Orte des Dialogs" werden könnten, erläuterte dessen Vorsitzender Matthias Naske, Generaldirektor der Philharmonie Luxemburg: Wie kann sich der Künstler in den geplanten Räumen organisieren und wie sich der Besuchern orientieren. Möglichen Skeptikern eines solchen Projekts sagte er: "Ein architektonisch anspruchsvoller Raum schafft bei Menschen die Bereitschaft, der Musik mehr Raum zu geben."

 

"Wir sind sicher, dass hier eine Stätte mit eigenem Profil entsteht", sagte Professor Manfred Harnischfeger, Leiter der Konzernkommunikation der Deutschen Post AG. "Dies ist ein Tag der Freude".

 

Mit dem Beethoven-Festspielhaus knüpft Bonn an die musikalische Tradition rund um ihren berühmten Bürger Ludwig van Beeethoven an, der hier 1770 geboren wurde und ein prägender Teil des kulturellen Lebens und der Identität Bonns ist.

Die drei DAX-Unternehmen, die alle in Bonn ihren Hauptsitz haben, gehören seit Jahren zu den Kultursponsoren Bonns und unterstreichen mit dem hohen Engagement ihre Verbundenheit mit der Stadt. Sie finanzieren den Neubau, für die laufenden künstlerischen und technischen Betrieb wird eine Stiftung gegründet.

 

An der Stiftung wird sich auch der Bund mit 39 Mio Euro beteiligen, wie Bundesregierung und Bundestag beschlossen haben. "Beethoven ist ein Sohn Bonns, die Pflege seines Erbes ist nationale Aufgabe", sagte Frau Dieckmann, die ausdrücklich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, den Bonner Bundestagsabgeordneten und dem Bonner Kulturrat für ihr Engagement dankte. Auch das Land Nordrhein-Westfalen, der Rhein-Sieg-Kreis und die Sparkasse Köln/Bonn werden Beiträge zur Stiftung leisten.

Bei der Stadt wird zurzeit die Übertragung des Grundstücks der Beethovenhalle auf die Stiftung vorbereitet, parallel dazu wird der Entwurf der Stiftungssatzung weiterentwickelt.




 


 

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