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88 Bewerbungen für den Architektenwettbewerb zum Haus der Bildung


24.06. 2008

Teilnehmer wurden ausgelost - Im Oktober entscheidet ein Preisgericht

 

ib - Büros aus ganz Deutschland und eines aus Portugal beteiligen sich am Architektenwettbewerb für das künftige Haus der Bildung im alten Stadthaus am Bottlerplatz. Insgesamt gingen 88 Bewerbungen ein. Für den auf 20 Teilnehmer begrenzten Wettbewerb musste das Los - natürlich unter juristischer Aufsicht - entscheiden. Es handelt sich dabei durchweg um Architekten, die sich mit haustechnischen Büros zu Arbeitsgemeinschaften zusammengeschlossen haben. Sie kommen etwa aus Hamburg oder München, Aachen oder Berlin, Braunschweig oder Stuttgart und auch aus Lissabon. Bei der Auslosung wurde aus zwei Töpfen gezogen - im ersten befanden sich arrivierte Büros, von denen 18 berücksichtigt wurden, im zweiten junge Nachwuchsakteure, bei denen das Losglück zwei Büros hold war. 

Die Entwürfe müssen bis zum 15. September abgegeben werden. Eine Jury entscheidet am 17. Oktober über die Gewinner des Wettbewerbs. Insgesamt sind Preisgelder in Höhe von 71.000 Euro ausgelobt.

Stadtbibliothek und VHS unter einem Dach

Im denkmalgeschützten, alten Stadthaus und dem angrenzenden so genannten Siemenshaus sind bislang neben der Stadtbibliothek auch etwa das Schulamt, das Amt für Kinder, Jugend und Familie und das Rechnungsprüfungsamt untergebracht. Künftig sollen hier die Stadtbibliothek und die Volkshochschule der Stadt Bonn (VHS) sowie Verwaltung unter einem Dach vereint werden. Dieses Projekt ist als Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. Außerdem ist ein Vorschlag gefordert, der in einem späteren Bauabschnitt Erweiterungen und Ergänzungen für das Stadtmuseum und die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus - An der Synagoge e.V. ermöglicht.

Die Kosten sollen auf 11 Millionen Euro - ohne Einrichtungs- und Umzugskosten oder eventuelle Mietkosten - begrenzt bleiben.

Bonner Zukunftsthemen Bildung, Telekommunikation und Klimaschutz berücksichtigt

Das Haus der Bildung soll mehr sein als die bloße Addition zweier oder mehrerer Institutionen. Ziel ist, so formuliert es der Auslobungstext, "eine neue Qualität der Kooperation und Integration von Bildungseinrichtungen", die in Europa bereits sehr erfolgreich praktiziert wird. Dies soll sich auch im baulichen Konzept zeigen:"Die Inhalte der Arbeit der beiden Einrichtungen sollen sich in einer architektonischen Idee widerspiegeln." Der attraktiven Gestaltung des Eingangsbereichs für beide Institute kommt dabei besonders große Bedeutung zu.

Bonn als eine Stadt der Zukunftstechnologien soll sich ebenfalls in dem Umbau des alten Stadthauses wieder finden. Daher legt die Ausschreibung Wert auf "eine überzeugende technische und gestalterische Kombination von historischer Bausubstanz und innovativer Technologie".

Ebenfalls berücksichtigt werden sollen, vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und dem Engagement Bonns für den Klimaschutz, kosten- und umweltbewußte, innovative Energiekonzepte.




 


 

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