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Die Amtskette der Stadt Bonn


 

Die Amtskette als Symbol

"Was für den König die Krone ist und für den Bischof der Stab, das ist für den Bürgermeister die Amtskette. Sie strahlt gefällige Würde aus, und sie glitzert nach Tradition. Ihre Anwesenheit auf protokollgerechter Kleidung meldet, dass eine festliche kommunale Stunde geschlagen hat. Vor allem aber legitimiert sie ihren Träger sichtbar als das, was er heute ist: der erste Bürger und Repräsentant seiner Stadt." (aus Horst Richter, "Stadtgeschichte in Gold und Stahl - Amtsketten der Rheinischen Oberbürgermeister", Neues Rheinland 32/1963)

Amtsketten - Insignien der städtischen Selbstverwaltung

Die Grundlage für die Einführung und das Tragen von Amtsketten - oder allgemein die Anschaffung von Insignien - schuf Reichsfreiherr von und zum Stein mit der von ihm verfassten "Ordnung für sämtliche Städte der preußischen Monarchie" von 1808. Darin verfügte er, dass Stadtverordnete und Magistratsmitglieder einschließlich der Bürgermeister "in größeren Städten bei Ausübung ihres Amtes goldene Medaillen an goldenen Ketten" zu tragen haben. Richtlinien zur Ausgestaltung der Ketten und Medaillen erließ Friedrich Wilhelm IV. 1840.

Die Amtskette der Stadt Bonn

Die Stadt Bonn erhielt als dritte rheinische Stadt im Jahr 1895 eine Amtskette. Zuvor hatten Düsseldorf 1858 und Duisburg 1886 Amtsketten angeschafft - als letzte folgte 1904 die Stadt Mönchengladbach. Bis heute sind die Amtsketten von Bonn, Duisburg und Mönchengladbach die Originalketten. Manch andere Amtskette wurde während des Ersten Weltkrieges eingeschmolzen. Die Ketten von Bonn und Duisburg sind bis auf die Medaillen identisch.

Die Bonner Amtskette stellte die Firma D. Vollgold & Sohn, Goldschmiede Seiner Majestät des Kaisers, 1895 in Berlin her. Obwohl der Name der Firma dies nahelegen könnte, handelt es sich nicht um eine Kette aus "Vollgold", sondern aus starkvergoldetem Silber. Ihr Anschaffungswert betrug 1500 Mark und sie wiegt 372 Gramm.

Die Amtskette des Bonner Oberbürgermeisters besteht aus schlichten, quer-ovalen Einzelgliedern und sieben Medaillen. Diese zeigen das Stadtwappen, das Konterfei des Gründers der Städteordnung Friedrich Wilhelm III., das Reichswappen und die Porträts Ludwig van Beethovens und des Reichsfreiherren vom Stein.

Anlässe

Für das Tragen der Bonner Amtskette besteht keine besondere Richtlinie. Es obliegt dem Oberbürgermeister zu entscheiden, ob ein Anlass das Anlegen der Kette rechtfertigt. Sie wird jedoch ausschließlich zu besonderen offiziellen Anlässen und repräsentativen Zwecken getragen. Solche Anlässe sind beispielsweise die Begrüßung von Staatsgästen, die Verleihung der Ehrenbürgerwürde und Eintragungen in das Goldene Buch der Stadt Bonn sowie die Vereidigung der Oberbürgermeister und die Einführung neuer Ratsmitglieder. Lässt sich der Oberbürgermeister bei solchen Veranstaltungen vertreten, trägt ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin die Amtskette.


Letzte Aktualisierung: 21. Oktober 2015




 


 

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