Bonn - Die Stadt

 

Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Sprache und Service | Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Suche | Seite drucken, Seite weiterempfehlen | spezielle Seitenfunktionen

Hilfe


Über folgende Tastenkominationen gelangen Sie zu den Hauptrubriken:

Zusätzlichen Service erhalten Sie über diese Tastenkombinationen:

Aktuelles Datum

22. Oktober 2017



Hauptnavigation



Inhaltsbereich

 

Freifunk-WLAN Netz


 

Informationen über das von der Stadt Bonn geförderte, nicht-kommerzielle Freifunk-WLAN Netz.

1. Was ist Freifunk?
2. Wer sind die Leute hinter Freifunk?
3. Wo wird Freifunk in Bonn eingesetzt?
4. Warum unterstützt die Stadt Bonn Freifunk?
5. Wie kann ich beim Freifunk mitmachen?

1. Was ist Freifunk?

"Freifunk" nennt sich das nicht-kommerzielle WLAN-Bürgernetz, an dem jeder teilhaben und auch jeder mitmachen kann, in dem ein Teil der eigenen Internet-Bandbreite anderen zur Verfügung gestellt wird.

Das Mitmachen funktioniert mit einem zusätzlichen, handelsüblichen WLAN-Router, den es - je nach Modell - schon ab ca. 20 Euro als Neugerät zu kaufen gibt. Auf diesem Gerät wird dann eine spezielle Freifunk-Firmware aufgespielt: ein Software-Update, welches den Router in einen Freifunk-Router verwandelt. (Anmerkung: Der Vorgang ist auch umkehrbar, so dass der Auslieferungszustand wieder hergestellt werden kann ohne den Router zu beschädigen).

Der so entstandene Freifunk-Router kann nun an den eigenen Internet-Router angeschlossen werden und nutzt fortan den heimischen Internet-Zugang, um WLAN-Daten aus dem Freifunk-Netz zum Freifunk-Provider der lokalen Freifunk-Gruppe zu übertragen. Das eigene LAN (Intranet) bleibt hierbei vor Zugriffen aus dem Freifunk-WLAN geschützt.

Freifunk-Router stellen ein WLAN-Netz mit der Kennung (SSID) "kbu.freifunk.net" zur Verfügung, das nicht mit einem Passwort geschützt ist. Der Zugang klappt einfach so: Netz auswählen - verbunden!

Der Clou: Freifunk-Router vernetzen sich auch gegenseitig, sofern sie sich in WLAN-Reichweite befinden, so dass der eigene Internet-Zugang auch mal ausfallen kann, ohne dass das Freifunk-Netz ausfällt: Der eigene Freifunk-Router leitet die Daten einfach über den Nachbarn. Mit Freifunk vernetzt man sich. Das gilt auch oft offline, wenn man mit den Nachbarn darüber ins Gespräch kommt.

Es gibt in Deutschland über 300 lokale Freifunk-Gruppen, die die notwendige Technik dafür aufbauen, weiter entwickeln und das Mitmachen ermöglichen.

Generelle Informationen und ein Erklärvideo auf http://freifunk.net
URL: http://freifunk.net

Freifunk ist dezentral, d.h. keiner kann einfach das Netz ausschalten. Es würde sogar ohne Internet-Anschluss noch funktionieren, auch wenn nur eingeschränkt innerhalb des von Freifunk-Routern aufgespannten Netzes. Die ausschließlich in Deutschland geltende Störerhaftung ist derzeit noch ein Grund dafür, dass Freifunk-Provider einige zentrale Server betreiben, über die der Freifunk-Datenverkehr ins Internet geleitet wird. Bei der Störerhaftung gilt ein Provider-Privileg, das hierfür genutzt wird: Provider sind laut Gesetz von der Störerhaftung ausgenommen. Die ab Herbst 2016 gültige, von der Bundesregierung kürzlich vorgebrachte Reform des Telemediengesetzes wird es vermutlich noch immer nicht ermöglichen, dass Bürger ihren eigenen WLAN-Anschluss - bzw. ein WLAN-Gästenetz - einfach so für Dritte zur Nutzung freigeben können.

2. Wer sind die Leute hinter Freifunk?

In Bonn gibt es die lokale Freifunk-Gruppe KBU, was für Köln, Bonn und Umland steht.

Wer im Raum Köln/Bonn bei Freifunk mitmachen möchte, ist eingeladen, bei den lokalen Treffen (derzeit in Köln und Bonn) vorbeizuschauen oder sich auf der Mailingliste auszutauschen.

Termine finden Sie unter http://kbu.freifunk.net/wiki/
URL: http://kbu.freifunk.net/wiki/

Die Menschen, die hier in Bonn das Freifunk-Netz auf ehrenamtlicher Basis betreiben und weiter entwickeln, kommen aus nahezu allen Bevölkerungsschichten und Altersgruppen: Schüler, Studenten, Berufstätige, Arbeitssuchende und Rentner sind dabei.

Engagieren kann man sich in den unterschiedlichsten Bereichen: von der Realisierung der Internetversorgung von Flüchtlingsheimen bis hin zur Programmierung der nächsten Version von Freifunk-Firmware.

3. Wo wird Freifunk in Bonn eingesetzt?

Freifunk ist ein Bürgernetz, bei dem jeder selbst mitmachen kann. In ganz Bonn verteilt gibt es bereits Freifunk-Zugänge. Da die Reichweite von WLAN-Routern von Gebäuden beeinträchtigt wird, werden Freifunk-Router oft am Fenster oder sogar davor (z.B. auf dem Balkon) aufgestellt, so dass möglichst viele davon profitieren können. Wer mitmachen möchte, entscheidet natürlich jeweils selbst über den Standort des eigenen Routers.

Die Vernetzung von Routern ist aufgrund von Gebäudehindernissen in der Regel auf die unmittelbare Nachbarschaft sowie kleine Straßenabschnitte beschränkt und so sind kleine Freifunk-Viertel entstanden. Die Freifunker aus Bonn haben auch bereits Unterstützung u.a. von der St.-Petrus-Gemeinde erhalten und vernetzen über Richtfunkstrecken zwischen Kirchtürmen Stadtviertel miteinander. So ist etwa die Bonner Altstadt über die St.-Marien-Kirche mit der Stiftskirche und der Remigius-Kirche verbunden. Damit wurde es auch möglich, Flüchtlingsunterkünfte per Freifunk-Richtfunk mit dort dringend benötigtem WLAN zu versorgen.

4. Warum unterstützt die Stadt Bonn Freifunk?

Die Verwaltung unterstützt aktiv die Einrichtung eines offenen, freien und nicht-kommerziellen WLAN-Netzes in Kooperation mit den entsprechenden Initiativen im gesamten Stadtgebiet. Mit der Unterstützung von Freifunk kann dazu beigetragen werden, dass es zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung offener WLAN-Angebote kommt. Indem Bürger dazu ermutigt werden, sich mit Freifunk und dessen technischen und sozialen Aspekten auseinanderzusetzen, trägt die Stadt Bonn auch zur Förderung der Allgemeinbildung im Bereich der Internet-Technologien und einer Förderung des ehrenamtlichen Engagements bei. Der Rat der Stadt Bonn hat dazu am 25. Februar 2016 eine erste Förderung der Freifunk-Initiative in Bonn mit 15 000 Euro beschlossen, welche in den Folgejahren weiter geführt wird. Inzwischen gibt es auch entsprechende Maßnahmen durch die Landesregierung zur aktiven Förderung ehrenamtlicher Freifunk-Initiativen in Liegenschaften der Landesverwaltung NRW.

5. Wie kann ich beim Freifunk mitmachen?

Freifunk-Karte
URL: https://map.kbu.freifunk.net

Auf der Freifunk-Karte kann man Freifunk-Standorte suchen und dort den Zugang ausprobieren: einfach das Handy (oder das Notebook) mit dem WLAN "kbu.freifunk.net” verbinden. Das klappt ohne Passwort einfach so.

Aktives Mitmachen geht ganz einfach durch das Aufstellen eines Freifunk-Routers. Hierzu kann man sich z.B. auf den Wiki-Seiten von Freifunk-KBU informieren, wo die Schritte zur Umwandlung eines geeigneten Routers in einen Freifunk-Router beschrieben sind. Manch einer mag Glück haben, dass es schon einen Freifunk-Zugang in der Nachbarschaft gibt, mit dem eine Verbindung möglich ist: Dann kann man den eigenen Freifunk-Router damit vernetzen und das Netz sowie die "Vermaschung" erweitern.

Bevor man sich mit seinem eigenen Internet-Zugang (Uplink) am Freifunk beteiligt, sollte man ggf. noch mal das Kleingedruckte des eigenen Internet-Vertrags lesen, welcher unter Umständen die Mitnutzung durch nicht verwandte Gäste ausschließen kann. Oft ist aber lediglich die kommerzielle Nutzung des eigenen Internetzugang durch Dritte untersagt.

Die Freifunk-Gruppe KBU trifft sich regelmäßig im sogenannten Netzladen in der Bonner Altstadt (sowie auch in Köln). Dort kann man sich auch offline mit den Freifunkern vernetzen.

Fragen werden auch auf der öffentlichen Mailingliste gerne beantwortet.

Informationen im Wiki
URL: http://kbu.freifunk.net/wiki/
Installationsanleitung eines eigenen Freifunk Routers
URL: https://kbu.freifunk.net/wiki/index.php?title=Mitmachen
Zurück zum Seitenanfang

Letzte Aktualisierung: 3. Januar 2017




 


 

© 2003 - 2017 Stadt Bonn  Impressum

Seite drucken, Seite weiterempfehlen



zurück zur Sprungnavigation