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Drohnen


 

TMP0000 29.09.2017 10:31

Unbemannte Luftfahrsysteme sind Fluggeräte, die nicht ausschließlich zur Sport- oder Freizeitgestaltung betrieben werden, sondern die zu einem sonstigen insbesondere gewerblichen Zwecke genutzt werden. Hierzu zählt man auch die sogenannten Kameradrohnen (§ 1 Abs. 2, 3 LuftVG). Dient ein unbemanntes Luftfahrsystem ausschließlich sportlichen oder die Freizeit gestaltenden Zwecken, so gelten sie als Flugmodelle im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 9 LuftVG.

Die Erlaubnispflicht für die Nutzung des Luftraums mit diesen Geräten bestimmt sich nach § 20 Abs. 1 LuftVO. Erlaubnisse erteilen die örtlich zuständigen Behörden des Landes (für das Stadtgebiet Bonn ist dies die Bezirksregierung Düsseldorf). Erlaubnisfrei ist dabei die Nutzung von Drohnen (bis zu 5 kg Gesamtmasse ohne Verbrennungsmotor) zur reinen Sport- oder Freizeitnutzung.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat 2017 eine neue Drohnen-Verordnung auf den Weg gebracht mit folgenden wichtigen Inhalten:

1. Kennzeichnungspflicht:
Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.

2. Kenntnisnachweis:
Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch
a) gültige Pilotenlizenz,
b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre
c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre.
Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.

3. Erlaubnisfreiheit
Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich. Der Betrieb durch Behörden ist generell erlaubnisfrei, wenn dieser zur Erfüllung ihrer Aufgaben stattfindet, ebenso der Betrieb durch Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc.

4. Erlaubnispflicht
Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

5. Chancen für die Zukunftstechnologie:
Gewerbliche Nutzer brauchten für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen bisher eine Erlaubnis – unabhängig vom Gewicht. Künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich. Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.

6. Betriebsverbot:
Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme:

  • außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
  • in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäusern, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
  • über bestimmten Verkehrswegen;
  • in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen),
  • in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, der Betrieb findet auf einem Gelände statt, für das eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und für die eine Aufsichtsperson bestellt worden ist, oder, soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über einen Kenntnisnachweis.
  • über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,
  • über 25 kg (gilt nur für "Unbemannte Luftfahrtsysteme").

Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

7. Ausweichpflicht:
Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

8. Einsatz von Videobrillen:
Flüge mithilfe einer Videobrille sind erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

Im Falle der o. g. Erlaubnispflicht nehmen Sie bitte Kontakt mit der zuständigen Luftfahrbehörde, Bezirksregierung Düsseldorf, auf. 

In den Bundesstadt Bonn gibt es mehrere Bundes- und Landesbehörden, Naturschutzgebiete sowie auch zahlreiche Großveranstaltungen und Konferenzen, für die unter Umständen das Betriebsverbot nach Nr. 6 gilt. Daher ist für jeden Aufstieg, auf den die o.g. Voraussetzungen des Betriebsverbotes zutreffen, die örtliche Ordnungsbehörde (Ansprechpartner s.u.) zu informieren. Bitte reichen Sie daher mindestens sieben Werktage vor dem (vorgesehenen ersten) Aufstiegstermin folgende Unterlagen ein:

  •  Zeitangaben über den geplanten Flug/die geplanten Flüge,
  •  einen Plan des Geländes, das beflogen werden soll,
  •  eine Genehmigung/Einverständnis des Grundstückseigentümers.

Beachten Sie bitte, dass die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen grundsätzlich getroffen werden müssen. Sie haben insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass während des Einsatzes des Flugsystems keine unbeteiligten Dritten den Einsatzbereich betreten können.

Alle Starts und Landungen sollten nur von privater Fläche aus erfolgen. Sofern dies nicht möglich ist, müssen Sie Kontat mit der Verkehrslenkung (Herrn Axel Reiß, Telefon: 77 23 81) aufnehmen.

Gefährdungen insbesondere für öffentlich zugängliche Verkehrsflächen sind zu vermeiden, insbesondere ist darauf zu achten, dass Verkehrsteilnehmer auf den anliegenden Straßen nicht gefährdet bzw. durch Überflug von der Aufmerksamkeit auf den Verkehr abgelenkt werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.



Antrags- und Erlaubnisverfahren der Luftfahrbehörde
URL: https://www.brd.nrw.de/verkehr/flugplaetze_flugbetrieb/baust eine/MTT_unbemannte_luftfahrtsysteme_Fortsetzung.html

Klare Regeln für Betrieb von Drohnen
URL: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.h tml?nn=12830

Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Luftfahrsystemen
URL: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/LF/verordnung-zur-re gelung-des-betriebs-von-unbemannten-fluggeraeten.pdf?__blob= publicationFile

Neue Drohnen-Verordnung
URL: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/LF/flyer-die- neue-drohnen-verordnung.pdf?__blob=publicationFile

Kurzinformation über die Nutzung von unbemannten Luftfahrsystemen
URL: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/LF/unbemannt e-luftfahrtsysteme.pdf?__blob=publicationFile

Helmut Beines
Sachbearbeiter

Etage 3 A
Telefon: 0228 - 77 25 46
Telefax: 0228 - 77 33 90


helmut.beines@bonn.de
E-Mail-Adresse: mailto:helmut.beines@bonn.de

Stephanie Clemens-Krämer
Sachgebietsleiterin

Etage 3 A
Telefon: 0228 - 77 20 86
Telefax: 0228 - 77 22 56


stephanie.clemens-kraemer@bonn.de
E-Mail-Adresse: mailto:stephanie.clemens-kraemer@bonn.de

Benötigte Unterlagen

keine

Bearbeitungskosten

keine

Stadthaus, Berliner Platz 2
53111 Bonn

Stadtplan
Stadtplan: http://stadtplan.bonn.de/index.php?request=position& scale=5000&map=Stadtplan& minX=2577285&minY=5622960& objekt=Stadtverwaltung%2C+Ordnungsangelegenheiten%2F+Lebensm ittel%FCberwachungsamt&selFields=

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Ordnungsangelegenheiten, Veranstaltungskoordination
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