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Namensführung von Kindern


 

99083001011010 99083001011008 99083001011007 99083001011006 25.10.2018 10:53

Welche Vornamen können Sie Ihrem Kind geben?

Für Jungen sind nur männliche, für Mädchen nur weibliche Vornamen zulässig. Nur der Vorname "Maria" darf Jungen neben einem oder mehreren männlichen Vornamen beigelegt werden. Lässt ein Vorname Zweifel über das Geschlecht des Kindes aufkommen, so ist zu verlangen, dass dem Kind ein weiterer, geschlechtsspezifischer Vorname beigelegt wird. Bezeichnungen, die ihrem Wesen nach keine Vornamen sind, oder Namen, die das Kind der Lächerlichkeit preisgeben, dürfen nicht gewählt werden.

Welchen Familiennamen erhalten Ihre Kinder?

Die Namensführung des Kindes kann je nach Staatsangehörigkeit der beteiligten Personen unterschiedlich sein. Nach deutschem Recht gelten folgende Regelungen:

  • Wenn die Eltern miteinander verheiratet sind und einen gemeinsamen Familiennamen führen, dann wird dieser auch Geburtsname Ihres Kindes. Führen Sie keinen gemeinsamen Familiennamen, können Sie den Familiennamen von Vater oder Mutter zum Geburtsnamen des Kindes bestimmen.
    Diese Bestimmung ist für alle gemeinsamen Kinder bindend.
  • Wenn die Eltern nicht miteinander verheiratet sind und vor der Geburt des Kindes erklärt haben, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen, müssen sie innerhalb eines Monats nach der Geburt -gemeinsam- den Namen des Vaters oder den der Mutter zum Geburtsnamen des Kindes bestimmen.
    Wird die gemeinsame Sorgeerklärung erst abgegeben, wenn das Kind bereits einen Familiennamen führt kann der Geburtsname innerhalb von 3 Monaten nach der Begründung der gemeinsamen Sorge neu bestimmt werden. Ist das Kind älter als 5 Jahre, kann es sich innerhalb der gleichen Frist der Namensbestimmung anschließen.
  • Wenn die elterliche Sorge nur einem Elternteil zusteht, bekommt das Kind den Familiennamen, den dieser Elternteil im Zeitpunkt der Geburt des Kindes führt. Der Elternteil, dem die elterliche Sorge allein zusteht, kann dem Kind aber auch den Namen des anderen Elternteils erteilen. Hierzu bedarf es der Einwilligung des anderen Elternteils.

Wann ist eine nachträgliche Änderung des Familiennamens möglich?

Wenn Ihr Kind bereits einen Familiennamen erworben hat, gibt es nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) einige Tatbestände, die eine Änderung des Familiennamens des Kindes ermöglichen.

  • Sie haben bereits ein gemeinsames Kind, das vor der Eheschließung geboren wurde.
    Wenn Sie bei der Eheschließung einen Ehenamen bestimmen, erhält ihr Kind ebenfalls diesen Namen als Geburtsnamen, wenn es das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ein älteres Kind erhält diesen Namen nur, wenn es sich der Namensänderung durch Erklärung anschließt.
    Wenn Sie keinen Ehenamen bestimmen und die gemeinsame Sorge zum Kind erst durch die Eheschließung erhalten, können Sie innerhalb von drei Monaten nach der Eheschließung den Geburtsnamen des Kindes neu bestimmen. Wenden Sie sich hierzu bitte an das Standesamt, bei dem die Geburt des Kindes beurkundet wurde. Auch hier gilt, dass sich Kinder ab 5 Jahren der Bestimmung anschließen müssen, damit sie wirksam wird.
    Treffen Sie keine neue Wahl oder hatten Sie bereits vor der Eheschließung die gemeinsame Sorge zum Kind, behält das Kind den bisherigen Namen.
  • Sie haben ein Kind aus vorheriger Beziehung und neu geheiratet (Einbenennung, § 1618 BGB). In diesem Fall können der Elternteil und sein Ehegatte, der nicht Elternteil des Kindes ist, dem Kind, das sie in ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, ihren Ehenamen erteilen. Möglich ist auch die Bildung eines Doppelnamens mit dem zur Zeit der Erklärung geführten Namen.
    Führt das Kind den Namen des nicht sorgeberechtigten Elternteils oder besteht gemeinsame Sorge der Eltern, so bedarf es zur Namensänderung der Einwilligung dieses Elternteils. Die Namenserklärung bedarf auch der Einwilligung des Kindes, wenn es das fünfte Lebensjahr vollendet hat.
    Die Einbenennung hat nur namensändernde Wirkungen. Im Gegensatz zu einer Annahme als Kind durch Gerichtsbeschluss treten keine verwandtschaftlichen,  unterhalts- und erbrechtlichen sowie staatsangehörigkeitsrechtliche Änderungen ein.
  • Sie möchten Ihrem Kind den Namen des anderen Elternteils erteilen (§ 1617 a BGB). Dies ist auch möglich, wenn Ihnen für Ihr Kind die alleinige elterliche Sorge zusteht.
    Diese Änderung des Familiennamens wird als Namenserteilung bezeichnet. Eine entsprechende Erklärung sollten Sie zusammen mit dem nicht sorgeberechtigten Elternteil abgeben, da dessen Einwillligung zu dieser Form der Namensänderung erforderlich ist.
  • Sofern sich die Namensführung eines Kindes nach ausländischem Recht richten soll, weil zumindest ein Beteiligter auch diese Staatsangehörigkeit besitzt, ist eine entsprechende Rechtswahl der sorgeberechtigten Eltern  hierfür erforderlich.
    Eine Rechtswahl- und Namenserklärung entfaltet keine Bindungswirkung für weitere Kinder gleicher Eltern. Die Erklärung ist ggf. für jedes Kind gesondert abzugeben.
  • Sofern die gewünschte Namensführung eines Kindes über die vorgenannten privatrechtlichen Erklärungsmöglichkeiten nicht erreicht werden kann, so ist in begründeten Sachverhalten eine öffentlich-rechtliche Namensänderung möglich.
    Über die Voraussetzungen und Erfolgsaussichten eines solchen Antrages kann nur im Einzelfall entschieden werden.
    Die Zuständigkeit hierfür liegt nicht beim Standesamt sondern bei der für den Wohnsitz des Kindes zuständigen Namensänderungsbehörde.


Bitte vereinbaren Sie für Ihre Vorsprache unbedingt telefonisch einen Termin mit uns.

Für Fragen im Zusammenhang mit der Namenswahl für Ihr Kind stehen Ihnen unterschiedliche Ansprechpartner zur Verfügung. Dies richtet sich danach, ob diese Fragen vor oder nach der Geburtsbeurkundung auftreten.

Bei Fragen vor der Geburtsbeurkundung siehe Link "Geburtsanzeige" am Ende der Seite.

Für alle Namensbestimmungen und Änderungen, die erst nach der Geburtsbeurkundung stattfinden, stehen Ihnen folgende Mitarbeiterinnen gerne zur Verfügung:

Martina Sebastian
Standesbeamtin

Zimmer 3.24
Telefon: 0228 - 77 24 08
Telefax: 0228 - 77 961 98 83


geburten@bonn.de
E-Mail-Adresse: mailto:geburten@bonn.de

Daniela Fischer
Standesbeamtin

Zimmer 3.23
Telefon: 0228 - 77 35 98
Telefax: 0228 - 77 961 98 83


geburten@bonn.de
E-Mail-Adresse: mailto:geburten@bonn.de

Jens Peters
Standesbeamter

Zimmer 3.22
Telefon: 0228 - 77 49 10
Telefax: 0228 - 77 961 98 83


geburten@bonn.de
E-Mail-Adresse: mailto:geburten@bonn.de

Monika Lorenz
Standesbeamtin

Zimmer 3.21
Telefon: 0228 - 77 54 53
Telefax: 0228 - 77 961 98 83


geburten@bonn.de
E-Mail-Adresse: mailto:geburten@bonn.de

Benötigte Unterlagen

keine

Bearbeitungskosten

keine

Stadthaus Loggia
Thomas-Mann-Straße 4

53111 Bonn

Postadresse:
53103 Bonn

Stadtplan
Stadtplan: http://stadtplan.bonn.de/mapbender/kartenausschnitt.pl?anwen dung=Bonn.de+-+Lageplan&strasse=Thomas-Mann-Stra%DFe&hausnummer=4& mitteX=&mitteY=& label=Standesamt+Bonn&kartentyp=Stadtplan& width=1004&height=748& scale=3000&marker=1& font=Verdana&fontcolor=5D93B2& fontsize=14&pagecolor=DEEBF7& navigation=2

Montag und Donnerstag 8 bis 18 Uhr
Dienstag und Freitag 8 bis 13 Uhr
sowie Montag bis Freitag nach Vereinbarung

Zusätzliche telefonische Servicezeit:
Dienstag 13 bis 16 Uhr und
Mittwoch 8 bis 16 Uhr


Haltestelle Stadthaus
Verkehrsmittel: Bahn
Linie(n): 61, 62, 66, 67


Haltestelle Thomas-Mann-Str.
Verkehrsmittel: Bus
Linie(n): 163/550, 529, 537, 551, 600, 601, 602, 603, 604, 605, 606, 607, 608, 609, 640, SB55


Standesamt Bonn
URL: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/stadtverwal tung_im_ueberblick/00790/index.html

  • Geburtsanzeige
    URL: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/buergerdien ste_online/buergerservice_a_z/00165/index.html




 


 

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