


Vereinbarung über die Ausgleichsmaßnahmen für die Region Bonn vom 29. Juni 1994 - Bilanz [PDF, 18 KB]
Datei: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/bonn_ausgle
ich/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm
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Der Beschluss des Deutschen Bundestages vom 20. Juni 1991, seinen Sitz und den Kernbereich der Regierungsfunktionen nach Berlin zu verlagern, haben die Stadt Bonn und die Region an Sieg und Ahr vor gewaltige Aufgaben gestellt. Als Folge des Beschlusses weist das Berlin-Bonn-Gesetz vom 26. April 1994 der Bundesstadt Bonn wichtige politische Funktionen auf Dauer zu und eröffnete damit Chancen für eine gute Entwicklung von Stadt und Region. Die politischen Schwerpunkte werden durch die im Gesetz festgeschriebene faire Arbeitsteilung zwischen den beiden Städten und den damit verbundenen Ausbau Bonns als Standort nationaler, inter- und supranationaler Einrichtungen markiert. Die Ausgleichsvereinbarung, die der Stadt und der Region 1,43 Milliarden Euro zur Verfügung stellte, ermöglichte eine strukturelle Anpassung und damit eine positive wirtschaftliche Entwicklung.
Auf der Basis dieses soliden Fundaments hat sich das, was Anfang der 90-er Jahre eine Vision war, als Bonns neues Profil inzwischen bewährt:
Sechs der 15 Bundesministerien haben ihren ersten Dienstsitz am Rhein. Sie entsprechen den im Berlin-Bonn-Gesetz festgelegten Politikbereichen: Bildung und Wissenschaft, Kultur, Forschung und Technologie, Telekommunikation; Umwelt und Gesundheit; Ernährung, Landwirtschaft und Forsten; Entwicklungspolitik; Verteidigung. Über 20 Bundesbehörden, darunter das Bundeskartellamt und der Bundesrechnungshof, sind aus Berlin und Frankfurt nach Bonn gezogen und haben damit zum Teil den Verlust an ministeriellen Arbeitsplätzen ausgeglichen. Damit ist Bonn zweites politisches Zentrum in der stark föderal ausgeprägten Bundesrepublik, was durch den aus der Schweiz übernommenen Begriff Bundesstadt zum Ausdruck kommt.
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Der Gedanke, Bonn zum Zentrum für internationale Zusammenarbeit auszubauen, ist schon im Bundestagsbeschluss von 1991 vorhanden. Zahlreiche international arbeitende Organisationen konnten seitdem in die Stadt geholt werden, die gemeinsam mit rund 150 Nichtregierungsorganisationen ein starkes Netzwerk bilden. Der sicher größte Erfolg auf internationalem Gebiet ist die Ansiedlung von inzwischen vier großen und acht kleineren Einrichtungen der Vereinten Nationen, darunter das UN-Klimasekretariat (UNFCCC). Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten sind die Entwicklungszusammenarbeit und Umweltfragen.
Kern des internationalen Bonn soll der UN-Campus rund um das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn werden, das für UNO-Zwecke ausgebaut wird. In die angrenzenden Gebäuden sollen die UN-Organisationen einziehen.
Schon in den vergangenen Jahren konnte Bonn immer wieder zeigen, dass es als Kongressort auch für große Tagungen geeignet ist. Zwei Weltklimagipfel, die Süßwasserkonferenz und die Afghanistan-Konferenzen sind Beispiele.
Seit 2003 die Deutsche Welle nach Bonn gezogen ist, wird das internationale Bild Bonns auch über den Äther weltweit verbreitet.
Eingebettet in das von den Städten Aachen, Bonn und Köln (Cologne) gespannte Dreieck der "ABC-Region", die als die dichteste Forschungs- und Technologielandschaft in Europa gilt, hat Bonn sich einen internationalen Ruf als Wissenschaftsstandort erarbeitet. Ausgangspunkt war die 1818 gegründete Universität mit ihren heute rund 30.000 Studenten. Daneben haben sich in den letzten Jahren neue Institute, Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen entwickelt. Wissenschaftliches Glanzlicht ist die Stiftung CAESAR (Center of Advanced European Studies and Research), die interdisziplinär Zukunftsthemen mit Marktbezug erforscht. Schließlich ist Bonn auch Sitz einer Reihe führender deutscher Mittler- und Förderorganisationen der Wissenschaft.
Nach obenDienstleistung nimmt im Bonner Wirtschaftsgefüge einen immer größeren Raum ein, die Tendenz geht von der öffentlichen hin zur privaten Dienstleistung. Große, weltweit tätige Unternehmen haben sich entschieden, ihre Zentrale in Bonn einzurichten, darunter die Deutsche Post World Net und die Deutsche Telekom mit etlichen Tochterfirmen. Allein die IT-Branche beschäftigt in Bonn rund 15.000 Menschen.
Nach obenAls Geburtsstadt Ludwig van Beethovens setzt Bonn ganz stark auf Musik. Das jährliche Internationale Beethovenfest wirbt für den Komponisten. Mit den Häusern der Museumsmeile sind neue Publikumsmagneten entstanden: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Kunstmuseum Bonn, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Deutsches Museum Bonn ziehen jährlich über eine Million Besucher an.
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Bonn ist heute eine Stadt mit über 313.000 Einwohnern und sogar - und das ist sehr selten in den größeren deutschen Städten - mit einem Geburtenüberschuss.
800 Firmen der IT-Branche in der Region geben 25.000 Menschen Arbeit.
Rund eine Million Übernachtungen pro Jahr verzeichnet das Hotelgewerbe.
Die Arbeitslosigkeit liegt mit circa sieben Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Ende 2004 lief die Ausgleichsvereinbarung aus. Die Stadt bilanzierte gemeinsam mit ihren Partnern in der Region, beim Land und beim Bund den Strukturwandel:
Übersicht der geförderten Ausgleichsprojekte [PDF, 212 KB]
Datei: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/bonn_ausgle
ich/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm
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Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2008