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26. Mai 2018



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Zeitfenster im Mai


 

Das Zeitfenster gewährt einen Blick in die Vergangenheit der Stadt Bonn

Auf dieser Seite stellen Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek ein Stück aus ihren Beständen mit einer kurzen Erklärung vor.

Jeden Monat werden Fotos, Grafiken, Urkunden, Akten, Briefe und historische Bücher aus der langen Geschichte der Stadt präsentiert, die auf Weiteres neugierig machen und zu Forschungen im Stadtarchiv ermuntern möchten.

Zeitfenster Mai: Zum 110. Todestag des Bonner Philologen Franz Bücheler (1837 - 1908)

Portät von Franz Bücheler (1837 - 1908) © Stadtarchiv Bonn
Franz Bücheler

Am 3. Mai 1908 starb in Bonn der Philologe Franz Bücheler. Er gilt als bedeutender Vertreter der unter seinem Lehrer Friedrich Ritschl begründeten ‚Bonner Schule‘ der klassischen Philologie, die sich vor allem durch ihre methodische Textkritik auszeichnete und das Bonner Philologische Seminar bis zum Zweiten Weltkrieg zu einem der renommiertesten Institute Mitteleuropas machte.

Gemeinsam mit dem Gräzisten Hermann Usener leitete Bücheler dieses bis zu seiner Emeritierung 1906. Der bei seinen Fachkollegen hochangesehene Latinist machte sich während dieser Zeit nicht zuletzt durch seine maßgebliche Mitarbeit am "Thesaurus linguae Latinae" - einem bis heute noch nicht abgeschlossenen Wörterbuch des antiken Latein von den Anfängen bis 600 nach Christus - einen Namen weit über Bonn hinaus.

Bücheler, der am 3. Juni 1837 in Rheinberg als Sohn des Friedensrichters Anton Bücheler geboren wurde, studierte ab 1852 in Bonn Klassische Philologie, Archäologie und Alte Geschichte, unter anderem bei Friedrich Gottlieb Welcker, Ludwig Schopen und Friedrich Ritschl. Nach seiner Promotion 1856 arbeitete Bücheler zunächst als wissenschaftlicher Hilfslehrer am Königlichen Gymnasium in Bonn (heute Beethoven-Gymnasium). Im Anschluss an seine Habilitation wurde er als Universitätsprofessor zunächst nach Freiburg i. Br. (1858) und Greifswald (1866) berufen, bevor er 1870 als Nachfolger von Otto Jahn an die Bonner Universität zurückkehrte. Bis zu seinem Tod lebte Bücheler in Bonn-Kessenich, wo sich auf dem Alten Friedhof noch heute sein Grab befindet und zudem seit 1953 eine Straße nach ihm benannt ist.

Der umfangreiche wissenschaftliche und persönliche Nachlass Franz Büchelers befindet sich im Stadtarchiv Bonn, wo er derzeit erstmalig umfassend verzeichnet und über ein Online-Findbuch zugänglich gemacht wird. Ein erster Nachlassteil wurde bereits 1936 von der Ehefrau des jüngsten Sohnes und Bonner Landgerichtsrates Emil Bücheler als Schenkung abgegeben. Umfangsmäßig den größten Anteil macht neben Familiendokumenten der Ehefrau Manuela Schleiden, Tochter eines Bergwerksdirektors, die wissenschaftliche Korrespondenz aus (insgesamt 1.153 Briefe). Unter den etwa 365 Schreibern finden sich nicht wenige bedeutende Persönlichkeiten wie etwa die Althistoriker Theodor Mommsen und Otto Hirschfeld oder auch speziell aus Büchelers Bonner Kollegen- bzw. Schülerkreis die Klassischen Philologen Friedrich Ritschl, Hermann Usener, Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Friedrich Marx oder Eduard Norden. Im Bestand befinden sich nur wenige persönliche Materialien - die meisten Dokumente stammen aus Büchelers Wirkungszeit in Bonn bzw. seiner Lehrtätigkeit an der Bonner Universität ab 1870.

Zwei Seiten aus Büchelers Vorlesungsmitschrift zum "Attischen Bühnenwesen"  © Stadtarchiv Bonn
| vergrößerte Ansicht: Zwei Seiten aus Büchelers Vorlesungsmitschrift zum "Attischen Bühnenwesen" © Stadtarchiv Bonn
 
Vorlesungsmitschrift Franz Büchelers

Eine Ausnahme stellt ein im Quartformat gehaltenes Notizbuch aus Büchelers Bonner Studienzeit dar, das eigenhändige Mitschriften zu mehreren von Bücheler zwischen 1852 und 1854 gehörten Vorlesungen enthält, darunter etwa zur "Encyclopädie der Philologie" von Friedrich Ritschl oder zur "Griechischen Mythologie" von Friedrich Gottlieb Welcker.

Zeitfenster Mai 2018: Franz Bücheler (1837 - 1908) [PDF, 795 KB]
Franz Bücheler: ein bedeutender Vertreter der "Bonner Schule" der klassischen Philologie

Datei: http://www.bonn.de/familie_gesellschaft_bildung_soziales/sta dtarchiv/zeitfenster/index.html?lang=de&download=M3wBUQCu%2F8ulmKDu36WenojQ1NTTjaXZnqWfVpzLhmfhnapmm c7Zi6rZnqCkkIR7e3t7bKbXrZ2lhtTN34al3p6YrY7P1oah162apo3X1cjYh 2%2BhoJRn6w%3D%3D

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Sie finden hier eine Übersicht der bereits erschienenen "Zeitfenster" zum Download.


Letzte Aktualisierung: 30. April 2018




 


 

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