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Unternehmensnachlass des Dümmler-Verlags


 

Unternehmensnachlass des Dümmler-Verlags erschlossen und online zugänglich

Der 1808 von dem Juristen Julius Hitzig als kleine "Verlags- und Sortimentenbuchhandlung" gegründete Dümmler-Verlag prägte im Laufe seiner fast 190 Jahre umfassenden Geschichte wesentlich die deutsche Verlagslandschaft. Das ursprünglich in Berlin ansässige und unter dem Buchhändler Ferdinand Dümmler (1777-1846) etablierte Verlagshaus, das im Laufe seines Bestehens immerhin fünf Besitzerwechsel erlebte und einmal sogar kurz vor dem Aus stand, entwickelte sich unter dem Namen "Ferd. Dümmlers Verlag" von 1916 bis zu seinem Aufgehen im Kölner Stam-Verlag im Jahre 1999 nicht zuletzt zu einer festen Größe im Bonner Verlagswesen.

Verlagssignet: Entwurf von Heinrich Hußmann, 1949 © Stadtarchiv
Verlagssignet: Entwurf von Heinrich Hußmann, 1949

Den langen Zeitraum des Verlagsbestehens, insbesondere das unternehmerische wie private Wirken des Verlagsbegründers und Verlagsnamensgebers Ferdinand Dümmler, dokumentiert der umfassende Firmennachlass, der 1999 von Helmut Lehmann, dem letzten Verlagsinhaber, dem Stadtarchiv Bonn übermacht wurde.

Der wertvolle Bestand, der neben Unterlagen aus der Verlagstätigkeit wie etwa Geschäftspapieren und Geschäftsbüchern, Autorenkorrespondenzen, Verlagsverzeichnissen, Katalogen und Prospekten, Bild- und Tonmaterial sowie Materialien und Vorlagen für den Druck der Chronik und Verlagsgeschichte auch einige Unterlagen der Familie Dümmler, darunter vor allem Briefe von und an Ferdinand Dümmler, umfasst, konnte nun vollständig über eine Datenbank erschlossen werden.

Das Bestandsfindbuch zum Dümmler-Verlag (SN 52) ist online einsehbar über das Portal Archive in Nordrhein-Westfalen.
URL: http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr= 20&id=077&tektId=71&bestexpandId=39

Zu den bedeutenden Autoren, die ihre Arbeiten bei Dümmler veröffentlichten, zählten etwa Wilhelm und Alexander von Humboldt, Ernst Moritz Arndt, E.T.A. Hoffmann, Joseph von Eichendorff, Heinrich Heine und Bettina von Arnim, später - unter der Verlagsleitung von Julius Harrwitz (1848-1875) - auch Jacob Grimm, die Ägyptologen Heinrich Brugsch und Richard Lepsius, der Archäologe Eduard Gerhard und der Ethnologe Adolf Bastian. Nach dem Zusammenschluss mit dem Gustav-Hempel-Verlag 1887 nahm sich der Verlag mit Schulreform, Frauenbewegung und "ethischer Bewegung" sogar ‚neuer‘ Themengebiete an. Auch nach dem Neubeginn in Bonn 1916 waren Pädagogik- und Lehrbücher sowie allgemein Fachliteratur neben einem dem besonderen Interesse des neuen Besitzers, Antonio Lehmann (1916-1938), geschuldeten ibero-amerikanischen Publikationsbereich Schwerpunkte, die das Programm des Verlages bis zu seinem Verkauf 1999 auszeichneten.


Letzte Aktualisierung: 11. November 2014




 


 

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