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Cassius und Florentius


 

Die Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius waren römische Soldaten, die in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod gestorben sind.

Eine Legende aus der Zeit des frühen Christentums berührt auch Bonn: Die Legende der berühmten Thebäischen Legion. Danach bestand diese römische Einheit nur aus Christen. Sie weigerte sich, dem Kaiser göttliche Ehren zu erweisen und an der Christenverfolgung teilzunehmen. Ihr Anführer war Mauritius. Er wurde in St. Maurice (Wallis) in der Schweiz getötet und mit ihm jeder zehnte Mann. Aus der gleichen Truppe sollen in Bonn die thebäischen Legionäre Cassius und Florentius den Märtyrertod gestorben sein, in Köln Gereon mit seinen Gefährten und in Xanten der heilige Viktor mit seinen Kameraden. So die Legende.

Münster entstand über der römischen Gedächtnisstätte

Wohl im frühen vierten Jahrhundert, also noch in römischer Zeit, wurde an der Stelle der heutigen Münsterbasilika eine Totengedächtnisstätte (cella memoriae) errichtet, die man später mit den Gräbern der Märtyrer in Verbindung brachte. Über ihr erhob sich nachweislich im fünften Jahrhundert ein kleiner Kultraum, im achten Jahrhundert entstand hier eine Stiftskirche. Nach deren Abriss begann man im elften Jahrhundert mit dem Bau der Kirche "St. Cassius und Florentius", des heutigen Münsters.

1166 - Erhebung der Gebeine der Märtyrer

Der 2. Mai 1166 - 13 Jahre nach der Weihe des Chores und Hochaltares des Bonner Münster - stellt gleichsam die Heiligsprechung der Stadtpatrone Cassius, Florentius und Gefährten dar. Im Mittelalter war dieses "Erheben der Heiligen" auf den Altar durch die Gläubigen und Priester vor Ort ein Akt der Heiligsprechung ohne einen formalen Prozess in Rom wie wir es heute kennen. Der 2. Mai wurde durch die Jahrhunderte im Cassiusstift und im ganzen Erzbistum Köln als hoher Festtag begangen. Es ist neben dem 10. Oktober der zweite große Festtag zu Ehren der Stadtpatrone Cassius und Florentius. 1634 folgte dann die offizielle Erhebung durch Erzbischof Ferdinand von Bayern.

Die Gruft unter der Münsterkrypta mit den (legendären) Gebeinen der Märtyrer wird einmal im Jahr zum Fest der Stadtpatrone (10. Oktober) eine Woche lang geöffnet. Seit 1595 ist zu diesem Anlass auch das Kerzenopfer des Rates der Stadt Bonn bezeugt. Barocke Reliquienbüsten der beiden Heiligen stehen heute im Hochchor des Münsters. Für die 2007 wiederentdeckten Büsten wurde 2008 ein eigener Schrein angefertigt.

Weitere Informationen des Stadtarchivs Bonn
URL: http://www.bonn.de/familie_gesellschaft_bildung_soziales/sta dtarchiv/stadtchronik/11803/index.html?lang=de
Zu den Stadtpatrone-Seiten des Bonner Münsters
URL: http://www.bonner-muenster.de/stadtpatrone

Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2016




 


 

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