Bonn - Die Stadt

 

Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Sprache und Service | Inhaltsbereich | Hauptnavigation | Hilfe | Suche | Seite drucken, Seite weiterempfehlen | spezielle Seitenfunktionen

Hilfe


Über folgende Tastenkominationen gelangen Sie zu den Hauptrubriken:

Zusätzlichen Service erhalten Sie über diese Tastenkombinationen:

Aktuelles Datum

1. November 2014



Hauptnavigation



Inhaltsbereich

 

Bonner Stadtpatrone


 

Stadtpatrone Cassius und Florentius und Adelheid von Vilich

Stadtpatronin Adelheid von Vilich

Stadtpatrone Cassius und Florentius  © Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
| vergrößerte Ansicht: Stadtpatrone Cassius und Florentius © Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
 

Die Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius waren römische Soldaten, die in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod gestorben sind.

Eine Legende aus der Zeit des frühen Christentums berührt auch Bonn:
Die Legende der berühmten Thebäischen Legion.
Danach bestand diese römische Einheit nur aus Christen. Sie weigerte sich, dem Kaiser göttliche Ehren zu erweisen und an der Christenverfolgung teilzunehmen. Ihr Anführer war Mauritius. Er wurde in St. Maurice (Wallis) in der Schweiz getötet und mit ihm jeder zehnte Mann. Aus der gleichen Truppe sollen in Bonn die thebäischen Legionäre Cassius und Florentius den Märtyrertod gestorben sein, in Köln Gereon mit seinen Gefährten und in Xanten der heilige Viktor mit seinen Kameraden. So die Legende.

Die Archäologie jedenfalls versichert, dass in Bonn im frühen vierten Jahrhundert, also noch in römischer Zeit, eine Totengedächtnisstätte errichtet wurde, die man später mit den Gräbern der Märtyrer in Verbindung brachte. Über ihr erhob sich nachweislich im fünften Jahrhundert ein kleiner Kultraum. Im elften Jahrhundert begann man an dieser Stelle mit dem Bau des heutigen Münsters. Hier, und nicht im Römerlager im Norden der heutigen Stadt, entwickelte sich seit der Jahrtausendwende der jetzige Stadtkern.

Der 2. Mai 1166 - 13 Jahre nach der Weihe des Chores und Hochaltares des Bonner Münster - stellt gleichsam die Heiligsprechung der Stadtpatrone Cassius, Florentius und Gefährten dar. Im Mittelalter war dieses "Erheben der Heiligen" auf den Altar durch die Gläubigen und Priester vor Ort ein Akt der Heiligsprechung ohne einen formalen Prozess in Rom wie wir es heute kennen. Der 2. Mai wurde durch die Jahrhunderte im Cassiusstift und im ganzen Erzbistum Köln als hoher Festtag begangen. Es ist neben dem 10. Oktober der zweite große Festtag zu Ehren der Stadtpatrone Cassius und Florentius .

Zur Stadtchronik - Die Bonner Stadtpatrone
URL: http://www.bonn.de/familie_gesellschaft_bildung_soziales/sta dtarchiv/stadtchronik/11803/index.html?lang=de
Weitere Informationen zu Cassius & Florentius - Berühmte Soldaten der Thebäischen Legion
URL: http://www.stadtpatrone.de/cassius-florentius.htm

Stadtpatronin Adelheid von Vilich

Die Äbtissin Adelheid von Vilich (um 960 bis 1015) ist eine herausragende Frauengestalt der mittelalterlichen Bonner Glaubens- und Kirchengeschichte, deren Andenken in einer über 1000-jährigen Verehrung bewahrt wurde. 1966 wurde sie von Papst Paul VI. heilig gesprochen, 2008 stimmte der Vatikan zu, sie zur Bonner Stadtpatronin zu erheben.

Ausgestattet mit herausragenden geistigen und geistlichen Gaben, interessierte sie sich als junge Klosterfrau für die Fächer Philosophie, Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik, später auch für die Theologie. Als Äbtissin zweier benediktisch geprägter Klöster in Vilich und in Köln konnte sie ihre organisatorischen, gestalterischen und Führungs-Fähigkeiten unter Beweis stellen und war eine Wohltäterin für die Armen und Notleidenden im Rheinland.

Die Überlieferung berichtet, wie sie zur Zeit einer furchtbaren Dürre das Dorf Vilich besuchte und ihre Gaben an die hungernden Menschen austeilte. Weil die Leute sie anflehten, sie von dem Unglück zu befreien, schickte sie Stoßgebete zum Himmel, und stieß ihren Äbtissinnen-Stab in die Erde, woraufhin an dieser Stelle Wasser aus dem Boden sprudelte. Von dem Wasser des Quells versprechen sich die Gläubigen bis heute Heilung.

Völlige Dunkelheit herrscht über den Verbleib der Gebeine und die Reliquien. Um 1640 erhielt der Historiker Johannes Bollandus die Auskunft, dass die ursprünglich in Vilich bestatteten Gebeine vor einigen hundert Jahren nach Gallien verbracht worden seien. Fehlender Inhalt war später auch die Feststellung nach der Öffnung des Sarkophages.

Im Liturgischen Kalender ist der 5. Februar als Festtag der heiligen Adelheid eingetragen. Nach altem Brauch entzündet an diesem Tag das Bonner Stadtoberhaupt in der Vilicher Stiftskirche eine Kerze zu Ehren der Bonner Stadtpatronin. Nach ihr sind in Vilich und Pützchen Schulen, Kindergärten, Senioren-Heim, Apotheke und Adelheidisbrot (wird am 5. Februar geweiht) benannt. In Pützchen selbst die Pfarrkirche, Kirchenchor, Wallfahrt und das legendäre Brünnchen.

Lesen Sie dazu auch: Adelheid von Vilich steigt von der Volksheiligen zur Bonner Stadtpatronin auf
URL: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/presseporta l/pressemitteilungen/06134/index.html?lang=de

Letzte Aktualisierung: 7. Oktober 2014





 


 

© 2003 - 2014 Stadt Bonn  Impressum

Seite drucken, Seite weiterempfehlen



zurück zur Sprungnavigation