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Die Glocken des Bonner Münsters


 

Der Regentschaft von Clemens August, Kurfürst und Erzbischof von Köln, hat seine Residenzstadt Bonn etliche Kunst- und Baudenkmäler zu verdanken. Auch das Geläut des Bonner Münsters hat der Kurfürst gestiftet. In der zweiten Adventswoche 1756 feierten die Bonner Katholiken die Glockentaufe mit einem großen Fest; schließlich hatte das Bonner Münster seit dem verheerenden Brand von 1689 ohne prachtvolles Geläut auskommen müssen.

Sieben der acht Glocken wurden von Martin Legros direkt auf dem Münsterplatz gegossen

Acht Glocken umfasst das Geläut der Münsterkirche, sieben wurden 1756 von Jean-Martin Legros gegossen. © Stadt Bonn
Acht Glocken umfasst das Geläut der Münsterkirche, sieben wurden 1756 von Jean-Martin Legros gegossen.

Acht Glocken umfasst das Geläut der Münsterkirche, sieben wurden 1756 von Jean-Martin Legros gegossen. Und zwar direkt auf dem Münsterplatz, wo ihm das Kapitel der Münsterkirche einen Platz zur Verfügung stellen musste. Im Juni 1756 wurde die Gießhütte gebaut, im Oktober war der Guss vollendet. Laut Vertrag durfte Legros aber noch zwei Jahre lang auf dem Münsterplatz arbeiten. So führte er Aufträge für viele rheinische Gemeinden aus und schuf Glocken für Lessenich, Brenig, Dransdorf, Oberdollendorf, Buschhoven, Flerzheim und Gielsdorf. In Bonn selbst tragen Glocken der Stifts- und der Schlosskirche sowie der einstigen Franziskanerkirche die Handschrift Legros. Durch seine Arbeit in Bonn hatte er sich einen so guten Ruf erworben, dass er 1779 mit dem Geläut für St. Gereon in Köln beauftragt wurde. Beim Bau der Münsterplatzgarage 1964 wurden die Gussformen und -gruben, die Legros benutzt hatte, wiederentdeckt.
Mit 3400 Kilogramm Gewicht ist die Maria und Clemensglocke das größte Exemplar; sie trägt den Namen und das Staatswappen des Stifters. 2400 Kilo schwer ist die Cassius-, Florentius-, Mallusius- und Achatiusglocke, es folgen die Helenaglocke (1650 Kilo), die Donatus- und Agathaglocke (1450 Kilo), die Josephsglocke (280 Kilo), die Dreifaltigkeitsglocke (220 Kilo) und die Nepomukglocke (200 Kilo). Das Geläut des Bonner Münsters komplettiert die Jesus Maria Josephglocke, die schon 1687 von Johannes Bourlet in Jülich gegossen wurde.
Zwei Mal liefen die Bonner Münsterglocken Gefahr, zerstört zu werden. Im Ersten ebenso wie im Zweiten Weltkrieg sollten sie eingeschmolzen werden und wurden auf den Glockenfriedhof nach Hamburg gebracht. Beide Male kehrten die Glocken zurück. Von der hohen Qualität der Arbeiten Legros zeugt ein Zwischenfall bei der erneuten Montage: Beim Hochziehen der zweitgrößten Glocke riss ein Seil, doch den 20 Meter tiefen Sturz überstand sie ohne nennenswerten Schaden.


Letzte Aktualisierung: 25. März 2009





 


 

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